Liedermacher Werner Lämmerhirt gastierte im Schlachthof

Texte bleiben im Kopf

Seit über vier Jahrzehnten im Musikgeschäft: Gitarrist und Liedermacher Werner Lämmerhirt. Foto:  Eberlein

Kassel. „Ich habe eigentlich gar kein richtiges Programm.“ Mit diesem Satz startete Werner Lämmerhirt sein Konzert in Kassel. Der Gitarrist und Liedermacher trat am Freitagabend im Schlachthof auf.

Vor über 40 Jahren hat er mit dem Musikmachen begonnen und in diesen Jahrzehnten ist eine große Menge an Werken aus seiner Feder zusammengekommen. Es brauchte in Kassel nur den Künstler und drei Gitarren, um aus diesem musikalischen Reichtum zu schöpfen. Dazu gehören Titel wie „Das Leben kann mal so eben richtig einfach sein“, „Ein jeder kriegt die Hektik, die er will“ und „Wie der Hase so läuft“.

Die Melodien, die der Liedermacher dafür komponiert hat, sind ebenso gehaltvoll wie seine Texte, die er mit weich-rauchiger und sonorer Stimme durch das Mikrofon an sein Publikum weitergab. Und die gingen den Zuhörern direkt ins Ohr und durch den Kopf, denn die meisten Inhalte der Lieder des Musikers sind zum Nachdenken und dafür, um sie auf sich wirken zu lassen.

Gibt man sich den Titeln hin, kann man die ganze Reihe an Lebensweisheiten und guten Ratschlägen gar nicht überhören.

Aber auch ohne Text sind die Stücke des Berliners vollendet melodisch und harmonisch. Selbst ein falscher Ton bringt seine Musik nicht aus dem Gleichgewicht. Falsche Töne seien erlaubt, meinte der Künstler am Abend in Kassel. Die machten das Musizieren erst interessant. Die richtigen Töne habe er schließlich alle schon benutzt. Doch diese Erklärung war überflüssig, denn bei Werner Lämmerhirt sitzt jeder Griff, auch der, der eigentlich nicht zum Stück gehört. Das Publikum war begeistert von der satten Musik und amüsiert durch die lässige Art des sympathischen Musikers. Und dafür gab es am Ende viel Applaus.

Von Christl Eberlein

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