Theater-AG der Albert-Schweitzer-Schule zeigt „Hotel zwischen Welten“

Zwischen Leben und Tod: Die Schüler der Theater-AG inszenierten einen Romanstoff von Éric-Emmanuel Schmitt. Foto: Fischer

Kassel. „Wenn du das nicht fühlst, bin ich es nicht“, sagt Laura zu ihrem geliebten Julien, kurz bevor sie in den Aufzug steigen, der über ihr Schicksal bestimmt und sie hinausführen wird aus dem „Hotel zu den zwei Welten“.

„Hôtel des deux mondes“ lautet der Originaltitel des Stücks von Éric-Emmanuel Schmitt, das von der Theater-AG der Albert-Schweitzer-Schule intelligent adaptiert wurde und Donnerstagabend Premiere feierte.

Ein schwerer Autounfall: Julien erwacht in einem Hotel, einem Nicht-Ort zwischen Leben und Tod, an den die Seelen aller Komapatienten kommen. Dort muss er warten, wie sich sein Schicksal in den Händen der irdischen Ärzte entscheidet. Er begegnet dem Magier Radschapur, der vom Verkauf von Hoffnungen lebt, trifft die überhebliche Bankerin Frau Delbec und auch Laura, die frei von Schmerzen ein Leben nachholen möchte, das ihr auf Erden versagt bleibt.

Mit viel Freude am Spiel inszeniert Leiterin Monika Molinski mit ihren acht Schauspielern - Lukas Dahlhaus, Jana Kellner, Josephine Hein, Nico Hoffmann, Jacqueline Thiel, Britta Wiesner, Tobias Henkes, Feven Haile - ein Stück über Freiheiten des Lebens, das Mysterium des Todes und die Hoffnung auf eine zweite Chance. Über ausdrucksstarke musikalische Elemente und der Frage „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“, die in großen Lettern auf einer Leinwand prangt, schafft die Aufführung eine sowohl von Melancholie und Ausweglosigkeit als auch von der Schönheit des Moments getragene Stimmung.

Und die von den Schülern in Eigenregie neu hinzugedachte Figur des Lebenskünstlers Se-bass-tian sorgt mit ihrer Leichtigkeit für humorvolle Wendungen. Zu Recht viel Applaus.

Wieder am 28.5., 19 Uhr, Musikraum.

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