Frieda Braun mit „Sammelfieber“ in Vellmar

Therapie mit Haien

Aus der Sammlung für den Basar: Frieda Braun stellt ein schlecht gemaltes Ölbild als Ansicht von Kassel vor. Foto: Esterer

Vellmar. Zu der Jacke-Rock-Bluse-Kombination aus Strick in Gold trägt Frieda Braun eigentümliche Galoschen-Schuhe, über dem Busen prangt eine mohnrote Stoffblüte. Mit rollendem „r“ erzählt die zierliche Dame aus ihrem Alltag im Sauerland. Am Freitag begeisterte Karin Berkenkopf wortwitzig und kumpelhaft als Frieda Braun mit ihrem „Sammelfieber“ im ausverkauften Festzelt in Vellmar.

Seit Kurzem gebe es bei den katholischen Frauen in Winterberg eine Splittergruppe, die für Wohltätigkeitsbasare sammle. Natürlich hatte Frieda Beispielspenden dabei: Einen braunen Federstaubwedel in der Größe einer Gans. Ein schlecht gemaltes Ölbild von einer Almhütte stellte sie als Ansicht von Kassel vor. Weiterhin packte sie eine Art Schneebesen aus, bat um Licht und setzte dem Zuschauer Andreas das Metallgebilde auf den Kopf. Jetzt, sagte Frieda, könne sie „die Gedanken aus dem Zelt in seinem Gehirn lesen“, Andreas müsse nur die Augen schließen.

Die Schirmherrschaft für den Basar ist auch ein Thema für Frieda. Bislang seien ihr nur André Rieu sowie der Mann von Steffi Graf eingefallen, dieser „Eggersee“. Später berichtete die Sauerländerin von dem Nachbarn Bruno, der als Hypochonder mehrere Krankheiten zur Auswahl hätte. Man müsse jedoch aufpassen, damit er nicht ins „Komma“ falle. Ihrer Meinung nach käme das von seiner Kindheit, er hätte nämlich die „Milch verweigert“. Therapeutisches Schwimmen mit „diesen Fischen, ja, mit den Haien“, wäre sicher gut für ihn gewesen. Zum Abschluss plauderte Frieda von ihrem Mann Erwin, der ein Wasserbett ersteigerte, das nur zu zwei Dritteln gefüllt werden darf. Frieda schwappt jetzt jede Nacht nach oben. Mit aberwitzigen Geschichten, verdrehten Worten und immenser Bühnenpräsenz präsentierte Karin Berkenkopf eine tolle Show. Das Publikum jubelte, brüllte, trampelte mit den Füßen.

Von Gesa Esterer

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