Thielemann kämpft weiter um Münchner Chefdirigat

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Christian Thielemann

München - Im Streit um die Verlängerung seines Vertrags als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker über das Jahr 2011 hinaus hat Christian Thielemann erneut signalisiert, weiter verhandeln zu wollen.

Christian Thielemann gibt nicht auf: In dem verworrenen Streit um die Verlängerung seines Vertrags als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker über das Jahr 2011 hinaus hat er nun erneut signalisiert, weiter verhandeln zu wollen. “Ich empfinde die Lage als noch nicht geklärt“, sagte Thielemann dem “Münchner Merkur“ (Dienstag). Thielemann hatte im Juli einen Vertragsvorschlag der Stadt abgelehnt und weitere Zugeständnisse für seine künstlerische Arbeit gefordert. Die Stadt hatte darauf entschieden, ihn nach Auslaufen seines derzeitigen Vertrags ziehen zu lassen.

Auf das Angebot Thielemanns für weitere Gespräche werde man nicht eingehen, sagte Jennifer Kozarevic vom Kulturreferat am Montag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Thielemann könne jedoch weiterhin den angebotenen Vertrag unterschreiben. “Man ist Herrn Thielemann schon sehr weit entgegengekommen.“ Die Verhandlungen hätten bereits ein halbes Jahr länger gedauert als geplant.

Thielemann hingegen fühlt sich abgedrängt. “Ich habe das Gefühl, hier wird auf eine Trennung hingearbeitet“, sagte er dem “Merkur“. Streitpunkt der Vertragsverhandlungen war die Forderung Thielemanns, das letzte Wort über das Programm von Gastdirigenten zu haben. “Man kann andere Konstruktionen durchaus diskutieren“, sagte er nun der Zeitung und kündigte an, sich Mitte September mit dem neu gewählten Orchestervorstand treffen zu wollen.

dpa

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