Im Fridericianum eröffnen am Freitag zwei neue Ausstellungen

Tiefgekühlte Kunst

Konzert in der Kühlzelle: Die Punkrockband Lizard mit Sänger Thorsten Krenkel. Foto: Malmus

Kassel. Es war ein in jeder Hinsicht heißes Konzert, das die Kasseler Punkrockband Lizard am vergangenen Samstag in der Kunsthalle Fridericianum gegeben hat. Sänger Thorsten Krenkel riss sich im stickigen Raum bald die Kleider vom Leib. Trotz hoher Luftfeuchtigkeit und lauter Musik war die Bude voll.

Inzwischen ist die Szenerie, so wie sie Band und Besucher hinterlassen haben, tiefgefroren worden. Das Konzert in der Kühlzelle war eine Idee des Schweizer Künstlers Christoph Büchel, der bereits im Herbst 2008 das Fridericianum komplett verwandelt hatte. Nun kehrt Büchels spektakuläre Kunst mit einer einzelnen Arbeit nach Kassel zurück.

Sie ist Teil der Ausstellung „Produced by Migros“, die am Freitag, 24. Juni, 19 Uhr, mit einer Auswahl von Werken aus dem Migros Museum für Gegenwartskunst Zürich eröffnet wird. Dort war der Kasseler Kunsthallen-Leiter Rein Wolfs Gründungsdirektor. Auch Joseph Beuys, der so viele documenta-Ausstellungen geprägt hat, wird - vermittelt durch den Künstler Maurizio Cattelan - für eine Weile ins Fridericianum zurückkehren.

Gleichzeitig wird dort ein junger Norweger eine große Einzelausstellung zeigen. Gardar Eide Einarsson wird laut Ankündigung mit weitläufigen Rauminstallationen ein Szenario entwerfen, das soziale Konflikte zwischen Individuen und der Gesellschaft illustriert, in der sie leben. (vbs)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.