Die Kasseler Vokalisten überzeugten in der Johanniskirche

Tierische Kontrapunkte

Helmut Weckesser Archivfoto:  Schoelzchen

Kassel. Zwischendurch kam auch die nichtmenschliche Kreatur zu ihrem Recht: Nachgeahmte Laute von Hund, Katze, Eule und Kuckuck setzten tierische Kontrapunkte zum würdevollen Bassfundament in lateinischer Sprache.

Ein witziges, um nicht zu sagen saukomisches Madrigal des italienischen Tonsetzers und Benediktinermönchs Adriano Banchieri (1567-1634). Die Kasseler Vokalisten vergnügten damit 70 Zuhörer in der Johanniskirche Wolfsanger.

Volkslieder und Soli

Ein kreatives Musikmenü in mehreren Gängen servierten dort die zehn Vokalistinnen und drei Vokalisten. Neben dem Animalischen wurden auch ganz andere Bereiche abgedeckt. So kehrte man bei den alten Engländern Henry Purcell und John Dowland ein. Oder reiste auf die iberische Halbinsel, wo bei einem andalusischen Volkslied die Chorstimmen mit lautmalerischen Kastagnettenklängen ein schmuckes Sopransolo umgaben.

Die muntere Gesangsgruppe, geleitet vom gleichzeitig singenden und dirigierenden Bassisten Helmut Weckesser, bewies bei alledem ein ansprechendes Niveau und viel Musizierfreude.

Dazu passten auch die fröhlichen Synkopen des afrikanischen „Baba Yetu“ (Vaterunser). Und im Popblock gab es mit „Moon River“ etwas fürs Herz und beim alten Queen-Song „Seaside Rendezvous“ eine ironische Musical-Nostalgie. Kräftiger Beifall, zwei Zugaben.

Wiederholung: Sonntag, 11. September, 18 Uhr, Emmauskirche am Brasselsberg.

Von Georg Pepl

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