Die US-amerikanische Wüstenrockband Tito & Tarantula spielte vor knapp 100 Konzertbesuchern im Panoptikum

Tito oder die Austauschbarkeit der Tarantula

Die einzige Konstante der Band: Der charismatische Frontmann Tito Larriva, im Hintergrund: Gitarrist Marcus Praed. Foto:  Malmus

Kassel. Der Roadie klebt Zettel mit der Songabfolge an die Plätze, wo gleich die Musiker stehen sollen. Vor wenigen Tagen ist Bassistin Lucy LaLoca bei Tito & Tarantula ausgestiegen. Jetzt muss improvisiert werden.

Seit der Gründung 1992 ist Frontmann Tito Larriva die einzige Konstante in der US-amerikanischen Wüstenrockband Tito & Tarantula. Er zehrt bis heute vom Auftritt seiner Band im Kultfilm „From Dusk Till Dawn“ im Jahr 1996 sowie vom Erfolg des Debütalbums „Tarantism“ im Jahr 1997. Knapp 100 Leute zog es am Mittwochabend zu Tito & Tarantula ins Panoptikum. Das Gewölbe vor der Bühne war damit gerade noch gut gefüllt.

Tito Larriva ist ein charismatischer Musiker mit heiserer Stimme. Neben den „Tarantism“-Hits nimmt das Publikum den Titel „Monsters“ vom letzten Album aus dem Jahr 2008 oder das spanische „La Flor de Mal“ aus dem vorletzten Album aus dem Jahr 2002 begeistert auf. Seine Band wirkt etwas wahllos um ihn herumgewürfelt. Gitarrist Marcus Praed hätte den Auftritt im Titty Twister sicherlich nicht überlebt. Am Bass steht seine Tochter Lolita Carroll-Larriva, blondiert, tätowiert und sich lasziv zu den schweren Riffs ihres Vaters wiegend. Hinterm Schlagzeug wechseln sich Sammi Bishop und Victor Zolkowski ab, er spielt außerdem Gitarre, was irgendwie irritierend wirkt. Die Besucher verließen den Ort dieses etwas langweiligen Konzerts nach der ersten Zugabe schlagartig.

Von Valerie Schmidt

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