Die Kaufunger Band Pythagoras identifiziert sich wie der griechische Philosoph mit der Vielseitigkeit

Tochter Zion im Stil von Avril Lavigne

Universalgelehrte der Musik: Nicolai Raabe (von links), Frank Newton, Neda Seyedi, Niklas Werner, Aaron Hesse und Daniel Waßmuth sind „Pythagoras“. Foto: Spitzenberg/nh

Kaufungen. Sie beschreiben sich selbst als „lebensoffenes Ding“, das sich in keine Schublade stecken lässt. Ihre Lieder erzählen im einen Moment vom Tod, im nächsten vom Lebensgefühl mit Lippenstift und im letzten von den Irrungen und Wirrungen einer Freundschaft.

Pythagoras, das ist eine junge Band aus Kau-fungen, die sich - wie der gleichnamige Universalgelehrte - durch Vielseitigkeit identifiziert, anstatt im Genre zu versinken. Seit 2008 stehen

Sängerin N eda Seyedi (22), die Gitarristen Aaron Hesse (22) und Nicolai Rabe (21), Bassist Frank Newton (22), Schlagzeuger Daniel Waßmuth (22) und Keyboarder Niklas Werner (20) gemeinsam auf der Bühne - jeder mit eigenem Musikgeschmack, von Klassik bis Metal. „Deshalb sind wir wandelbar“, kommentiert Niklas Werner diesen augenscheinlichen Widerspruch, der Pythagoras aber zu dem macht, was sie sind: Eine richtig gute Band. Und deshalb klingt es auch nicht verkehrt, wenn die Truppe Georg Friedrich Händels „Tochter Zion“ als Funkversion gleich nach „Red Lippstikk“ im Stile einer Avril Lavigne spielt.

Angefangen haben Pythagoras vor drei Jahren als reine Coverband, inzwischen sind solche Stücke aber nur noch Lückenfüller: Zwölf eigene Titel hat die Band geschrieben, jeder für sich unverwechselbar. Damit wollen sie am 17. Dezember beim Kampf um den „Deutschen Rock und Pop Preis 2011“ in Wiesbaden punkten.

Unverwechselbar ist aber auch das Engagement für den guten Zweck: Bereits zum dritten Mal spielt die Band am Samstag in Niederkaufungen ihr Konzert „Die Kirche rockt“ für den guten Zweck. Der Erlös geht zugunsten des Jugendzentrums „Hafen 17“ in der Kasseler Unterneustadt.

„Die Kirche rockt“ mit „Pythagoras“: Samstag, 18.30 Uhr, ev. Kirchengemeinde Niederkaufungen (Am Bahnhof 26). www.pythagorasmusic.de

Von Christoph Steinbach

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