Funky Kärntner: Konzert der Kasseler Herderschule

Tolle Buam und Madln

Hits von gestern und heute: Langeweile kam beim Konzert der Herderschule nicht auf. Foto: Herzog

Lohfelden. Alpenländisches Liedgut gilt nicht unbedingt als der letzte Schrei. Oder vielleicht doch? Beim Konzert der Kasseler Herderschule im Bürgerhaus Lohfelden überraschten Schüler mit dem Kärntner Lied „I hob di gern“, sangesfreudig unterstützt vom Lehrer Robert Kleist, der ebenfalls viel Spaß an der parodistischen Österreichreise erkennen ließ. Für ihre hübsche Ironie ernteten die Buam und Madln des Musikleistungskurses Jahrgang 13 einen Riesenbeifall wie im Bierzelt.

Supergut kam es an, als die Jazzband „Preachers of Swing“ es funky krachen ließ, unter anderem mit Herbie Hancocks „Chameleon“. Einem zeitlosen Songwriter widmete sich dagegen der Schulchor - und zwar John Dowland (1562-1625), von dem „Come again“ erklang, bekannt auch durch die Aufnahme von Sting.

Barocke Hits

Langweilig wurde es in den zweieinhalb Stunden nie, und neben Musik von Gershwin und Arthur Sullivan gab’s eine geballte Ladung an barocken Hits. Die Lehrer Matthias Müller und Thomas Bürger leiteten das Schulorchester und das Kammermusik-Ensemble der Offenen Schule Waldau bei Händels „Feuerwerksmusik“ und Vivaldis „Frühling“. Engagiert gespielte Beweise, dass Barockmusik nicht von vorgestern ist - ebenso wie der Kanon von Johann Pachelbel (1653-1706).

Wie man in der Moderation erfuhr, hat sogar der Rapper Coolio von Pachelbel geklaut. Denn Coolios „C U When U Get There“ basiert auf der gleichen Basslinie wie dieser berühmte „Canon per 3 Violini e Basso“.

Von Georg Pepl

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