Tolles Konzert im Wilhelmsgymnasium

Von Prinzessinnen und hohen Tieren: "Adel verpflichtet" war das Konzert in der Aula des Kasseler Wilhelmsgymnasiums betitelt. Es gab viel Jubel.

KASSEL. Geistreiches Konzept, tolle Umsetzung: Richtig edel war am Mittwoch das umjubelte Konzert in der vollen Aula des Wilhelmsgymnasiums. Einmal mehr gab es dort Schulmusik auf hohem Niveau - diesmal unter dem glamourös-ironischen Motto „Adel verpflichtet“.

Was dieses Motto alles an Musik umfassen kann, zeigte gleich eingangs das Vororchester unter Leitung von Maria Weber-Krüger. Souverän spielte es nicht nur Jeremiah Clarkes „The Prince of Denmark’s March“, sondern huldigte auch dem Adel unserer Mitprimaten: „Ich bin der König im Affenstaat“ als swingende Ergänzung zum barocken Pomp.

Auch das große Schulorchester um Dirigent Christopher Hilmes servierte eine bestens gelungene Musikmelange. Da gab’s Camille Saint-Saëns’ „Introduktion und Königsmarsch des Löwen“ mit dem effektvollen Tasten-„Gebrüll“ von Pianistin Chantal Ghabouli ebenso wie die wunderschöne Melancholie von Maurice Ravels „Pavane pour une infante défunte“.

Das schwebende Geigensolo von Kai Mocigemba schmückte Nikolai Rimski-Korsakows „Scheherazade“. Klarinettist Jan Wilhelm Bennefeld und Pianist Christian Sieg glänzten in einem Stamitz-Konzertsatz. Ein Kammerorchester spielte aus Mozarts „Figaro“, eine Cellogruppe gestand „Ich werde jede Nacht von Ihnen träumen“.

Unter Leitung von Julia Huss und am Klavier begleitet von Arne Dietrich, überzeugte der Knabenchor mit „Es war ein König in Thule“. Zuletzt brillierte das Schulorchester zweimal mit dem Puccini-Knaller „Nessun dorma“. Auch ganz standesgemäß: die Moderation von Lukas Prelle, der mit schauspielerischem Witz in die Rolle des Haushofmeisters schlüpfte.

Von Georg Pepl

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