Total abgefahren: Das neue Video der US-Band OK Go

Heiße Kiste: Die Musiker von OK Go mit ihrem umgebauten Chevrolet Sonic im Video zu „Needing/Getting“. Foto: nh

Für manche Auto-Fans klingt es schon wie Musik in den Ohren, wenn sie kräftig aufs Gaspedal treten. Für sie muss das neue Video der US-Band OK Go wie ein Symphoniekonzert klingen.

Hier geht`s zum Video der Band auf Youtube

Im Clip zu „Needing/Getting“ rasen die vier Musiker aus Chicago mit einem Kleinwagen durch die kalifornische Wüste und machen so Musik.

Für den Indierock-Beat sorgen zugeschlagene Autotüren. Sänger Damian Kulash steuert den umgebauten Chevrolet Sonic über ein Brett mit Nägeln und lässt so ein Glockenspiel erklingen. Dann werden auf der 3,2 km langen Sandpiste im rasenden Tempo Pianos, Fässer und Gitarren angeschlagen. Das klingt so abgefahren, dass man es unbedingt gesehen haben muss.

Seitdem der Autobauer Chevrolet Auszüge aus dem Clip während des Super-Bowl-Finals am vergangenen Sonntag zeigte, wurde er bei Youtube bereits mehr als zehn Millionen Mal abgerufen. Der Aufwand von OK Go hat sich also gelohnt. Angeblich kommen 1157 Instrumente zum Einsatz, ein Großteil ist selbst gebaut. Frontmann und Pilot Kulash hat sogar Stunt-Unterricht genommen.

Mit skurrilen Auftritten haben die Amerikaner Erfahrung: Ihre erste Band gründeten Kulash und Bassist Tim Nordwind mit elf Jahren. Aus Klappstühlen machten sie ein Schlagzeug. Legendär ist auch ihr Video zu „Here It Goes Again“ (2006), in dem das Quartett auf acht Fitness-Laufbändern eine unglaubliche Tanz-Performance hinlegte. Sogar die TV-Serie „Simpsons“ parodierte den Auftritt.

„Unser ganzes Interesse gilt guten Ideen und daraus heißen Scheiß zu fabrizieren“, sagt Kulash. Derzeit fahren OK Go die heißesten Reifen im Pop.

Von Matthias Lohr

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