„Phunkophonic“ verwöhnten das Publikum im Theaterstübchen mit tollem Gesang und starken Bläsersätzen

Tower of Power auf Nordhessisch

Frontfrau: Marjana Lind. Foto: Fischer

Kassel. T. O. P., also Tower of Power, stehen für Funk- und Soulmusik, die von satten und genialen Bläsersätzen lebt. Die neun Musiker, die am Mittwoch auf der Bühne des Theaterstübchens standen - allesamt Profis, aber mit so unterschiedlichen Hintergründen wie Heeresmusikkorps oder freie Jazz- Szene - machten nicht nur ihrem Namen, sondern auch ihren Vorbildern Ehre.

„Phunkophonic“, wie die Band um Schlagzeuger und Leader Rainer Hartl heißt, bot dem Publikum im rappelvollen Theaterstübchen nämlich genau das: Mit Thomas Müller, Hubert Geiß (Trompete), Rolf Rasch, Thorsten Eckerle (Saxofon) und Udo Seifert (Posaune) sorgte eine fünfköpfige Bläsersektion für ordentlich Dampf, und das mit höchster Präzision im Zusammenspiel, technischer Raffinesse in Satz und Arrangement (meist von Rolf Rasch) und großer Virtuosität bei den Soli.

Für das groovende Fundament waren neben Hartl zudem Kai Kilian (Keyboard), Jürgen Rudolph (Gitarre und Gesang) und Christian Schmitz (Bass) zuständig.

Als besonderen Hingucker und Hinhörer wartete die Band mit Sängerin Marjana Lind auf, die als Frontfrau tolle Interpretationen von „Valerie“, „Bad Girls“ oder „Natural Woman“ lieferte. Jürgen Rudolph machte mit seiner Stimme bei Songs wie der tollen Version von „Late in the evening“ von Paul Simon das Fehlen des verhinderten Frontsängers Carmine Biscosi wett.

Beinahe ein Muss waren natürlich auch „T.O.P.“-Titel wie „Attitude Dance“, „Once or twice“ von Chicago oder die Stevie-Wonder-Hits „I wish“ und „Signed, sealed, delivered“. Bei dem Chicago-Song „The approaching Storm“ lieferte einmal mehr Rolf Rasch das Arrangement und spornte damit seine Bläserkollegen zu Höchstleistungen an.

Alles für ein begeistertes Publikum, das nicht so recht tanzen wollte, sich jedoch nach lautstarkem Applaus noch eine Zugabe abholte.

Von Alexander Pluquett

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