Träume fürs Kuschelkissen: Dylan’s Dream aus Kassel sind mehr als eine Cover-Band

Sie sind Dylan’s Dream: Sängerin Christine Götzfried (von links), Juri Gretschko (Akkordeon), Oli Kirsch (Schlagzeug), Jörg Götzfried (Gitarre und Gesang), Peter Gössel (Gitarre), George-Edwin Culley jr. (Bass) und Sascha Koneczny (Geige). Foto: nh

Kassel. So ein Erlebnis, wie es Jörg Götzfried einmal auf dem Kasseler Zissel hatte, muss ein Traum sein für einen Musiker. Der Sänger und Gitarrist spielte mit seiner Band Dylan’s Dream im Kurbad Jungborn, als ein Bob-Dylan-Fan mit Tränen in den Augen zu ihm kam. Der Mann kannte alle Dylan-Songs und hatte sogar seinen Hund nach dem US-Musiker genannt, aber so gerührt wie nach der Vorstellung von Dylan’s Dream war er selten.

Das Kasseler Septett muss also mehr sein als nur eine Cover-Band. „Wir sind vielmehr eine Discover-Band“, sagt Götzfried und meint damit, dass man hier die alten Klassiker neu entdecken kann. Dieses Jahr wird ein besonderes für die 2007 gegründete Gruppe. Der Meister Robert Zimmermann wird am 24. Mai 70, und Götzfried ist gerade 60 geworden. Passend zu den beiden Jubiläen geht die Band nun auf eine Forever-Young-Tour. Ihr Auftritt am Donnerstag, 20. Januar, im Theaterstübchen ist das erste von etwa drei Dutzend Konzerten, die dieses Jahr zwischen Marburg bis Hannover anstehen.

„Das werden keine Oldie-Abende wie mit einer Beatles-Band“, verspricht Götzfried, der mit seinen Kollegen die alten Songs ganz individuell interpretiert. Den Über-Hit „Knockin’ On Heaven’s Door“ beispielsweise wollten Dylan’s Dream erst gar nicht spielen, dann haben sie daraus eine Jazz-Nummer gemacht, die man erst beim Refrain erkennt.

Dylans Lieder haben Götzfried ein Leben lang begleitet. „Man hat am Anfang nicht alles verstanden, aber gefühlt, dass es richtig ist“, sagt der gebürtige Marburger über seine Jugendjahre. Anfang der 70er war der Gitarrist Mitglied der Band Pell Mell, die an der Lahn noch heute Kultstatus genießt und mit dem Klassik-Rock-Cover „Moldau“ sogar einen Single-Hit landete.

Parallel führte er in Marburg die Kult-Disko „Milli Vanilli“, studierte Kunst in Offenbach, zog nach Berlin und landete irgendwann in Kassel, wo er als Schreiner heute am Staatstheater arbeitet. Seine Biografie ist genauso bunt wie die Zusammensetzung der Band. Der Geiger Sascha Koneczny kommt aus dem Klassikbereich und der Bassist George-Edwin Culley jr. aus Louisiana.

Teile der Formation kann man auch als Duo oder Trio für Feste buchen, und der Verkaufsschlager im Fan-Shop ist ein Kuschelkissen mit dem Bandnamen - damit man nur Gutes träumt.

Dylan’s Dream spielen am Donnerstag, 20.30 Uhr, im Theaterstübchen, Jordanstraße 11. www.dylans-dream.de

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