Er traf mitten ins Herz: Adel Tawil im Kulturzelt Wolfhagen

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Lasst Euch umarmen: Musiker Adel Tawil bedankt sich bei den mehr als 1200 Zuschauern im Wolfhager Kulturzelt.

Wolfhagen. Adel Tawil versteht was von Musik, speziell von deutschem Pop. Und er nimmt die Menschen mit in sein Leben. Der Musiker hat Wolfhagen mitten ins Herz getroffen: „Komm, wir bringen die Welt zum Leuchten, egal woher Du kommst, zu Hause ist da, wo Deine Freunde sind, hier ist die Liebe umsonst.“ Das ist unser „Zuhause“ vom Album „Lieder“. Die Besucher im vollen Kulturzelt sangen am Donnerstagabend jede Zeile mit.

Der 35-Jährige ist in Berlin-Siemensstadt als Sohn nordafrikanischer Eltern aufgewachsen und hat nach 20 Jahren auf der Bühne schon einiges erlebt - davon erzählt sein Album. Das verstehen die Menschen. Tawil wirkt ehrlich, unverstellt und authentisch. Er hat eine natürlich-unaufdringliche Bühnenpräsenz.

Abschlusswochenende des Wolfhager Kulturzelts im Stadtpark Teichwiesen: Samstag, 20 Uhr: Nena. Sonntag, 20 Uhr: Kulturzelt meets Elektro. Karten an der Abendkasse.

Er lacht gern. Der Multiinstrumentalist kann fantastisch gut singen. Und er hat den speziellen Ton in der Stimme, der ihn unverwechselbar macht. Der Ton lässt Wolfhagen träumen: „Ich bin immer dein Zuhause, für Dich werd ich niemals niemand sein, ich kann nicht tiefer fall’n als in deine Hand“. Tawil ist nicht kitschig, weil seine Musik zu viel Beat, zu viel Rap und zu viel Berlin hat.

Seinen Durchbruch hatte Tawil mit „Ich + Ich“ und Anette Humpe, einer Ikone der Neuen Deutschen Welle. Sie ist die Mentorin des Berliners, der mittlerweile riesige Hallen füllt und trotzdem irgendwie einer von uns geblieben ist: „Du denkst, ich hab alles im Griff und kontrollier, was geschieht, aber ich steh nur hier oben und sing mein Lied.“

Seine Musik ist geschmeidig arrangiert und berührt trotzdem. Als das Stück „Stark“ von „Ich + Ich“ in den Zugaben ertönte, war das Publikum schon völlig aus dem Häuschen. Da brauchte es nur noch „Vom selben Stern“ und das Zelt sang ein letztes Mal. Wolfhagen tobte.

Von Michael Lacher

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