Traumfabrik auf Tour: „Voice Of Germany“ in Kassel

Eine bombastische Show: Die Finalisten von „The Voice of Germany“, hier Marion Campbell und im Hintergrund Siegerin Charley Ann Schmutzler, gastierten in der Rothenbach-Halle. Foto: Fischer

Kassel. Eine bombastische Show: Die Finalisten von „Voice Of Germany“ traten in der Rothenbach-Halle in Kassel auf.

Wie man sie so auf der Bühne erlebt – ihre Posen, ihre Hingabe, ihre Mimik beim Singen – so oder ähnlich haben wahrscheinlich einige der Finalisten der Casting-Show „The Voice of Germany“ schon vor Jahren gepost, nämlich vor dem Spiegel im Jugendzimmer. Und sich hinein geträumt in eine Welt, in der der Himmel voller Scheinwerfer ist. Ein Traum, der für sie zumindest eine Zeit lang Realität geworden ist.

Auf ihrer Konzert-Tournee machten die „Voice of Germany“-Finalisten am Samstagabend in der Rothenbach-Halle in Kassel Station. 2500 Besucher waren gekommen. Überwiegend Teenager? Denkste. Von den Enkeln bis zu den Großeltern war jede Generation vertreten.

Die Show war eine bombastische Inszenierung aus Licht, Ton und Farben: Gefühlte 40 Scheinwerfer, etliche Lichtstäbe, eine illuminierte Showtreppe und im Mittelpunkt: zehn Sängerinnen und Sänger, die meisten, bis auf die 40-jährige Marion Campbell, dem Teenageralter kaum entrückt, die in einem Meer aus Beifall und Adrenalin baden konnten.

„Ich könnte euch alle einzeln umarmen“, bedankte sich Voice-Gewinnerin Charley Ann Schmutzler überglücklich. Die Musik wurde von einer sechsköpfigen Liveband, mit dabei der Kasseler Schlagzeuger Stefan Emig, mit Schmackes in die Halle katapultiert, nicht selten gerockt. Statt einer Moderation flimmerten Szenen aus Fernsehaufzeichnungen der Shows über eine Riesenleinwand: Persönliche Bekenntnisse, Lob von Jurymitgliedern: „Schon nach einer Minute war ich von Lina Arndt verzaubert“, so ihr Coach Rea Garvey.

Die Finalisten sangen non stop. Ein Stück reihte sich an das andere. Eine atemlose, temperamentvolle Glamour-Show. Zumeist teilten sich zwei einen Song oder alle waren gleichzeitig daran beteiligt. Wurde solo performt, dann zumeist gefühlvolle Balladen.

The Voice of Germany in der Rothenbach-Halle

Das Publikum sorgte für die optische Untermalung: Ein Meer von Handys leuchtete nicht nur bei Andrei Vesas neuer Single auf. Auffallend, dass Voice-Gewinnerin Schmutzler nicht herausgehoben wurde. Erst gegen Ende der Show, auf einer kleinen Bühne mitten in der Halle, gehörte alle Aufmerksamkeit ihr allein. Brodelnder Applaus und einige Zugaben.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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