Das Jazz-Quartett Paragon im Kulturzentrum Schlachthof

Traumhafte Reise

Fantasievoller Jazz: Das Quartett Paragon mit (von links) Pianist Arthur Lea, Bassist Matthias Nowak, Saxofonist Peter Ehwald und Schlagzeuger Jon Scott beim Auftritt im Schlachthof. Foto: Schachtschneider

KASSEL. Der Satz, mit dem die deutsch-englische Jazzband Paragon für sich wirbt, mag banal klingen: „Wenn Paragon spielen, nehmen sie das Publikum mit auf eine traumhafte Reise.“ Die Formulierung trifft jedoch genau die Qualität von Jazz, soweit er mehr sein will als eindimensionale Lounge-Beschallung. Zum Jazz, der den Namen verdient, gehört das Abenteuer, gehören Auf- und Ausbrüche, Wagnisse, Blicke auf wechselnde Landschaften.

Saxofonist Peter Ehwald (Berlin), Pianist Arthur Lea (London), Kontrabassist Matthias Nowak (Köln) und Schlagzeuger Jon Scott (London) schenkten dem Publikum einen spannenden Abend im Kulturzentrum Schlachthof.

Mit ihren fantasievollen Kompositionen und lang ausgesponnenen Soli legten die Musiker weite Wege zurück. Lyrisches traf auf Ekstatisches, Eingängiges auf Komplexes in erweiterter Tonalität - eine Reise darf, ja sollte auch mal in gefährliche Gegenden führen.

Die Alchemie der Band fügte die verschiedenen Elemente zur belebten Einheit. Zum Beispiel in der Nummer „Rock III“ von Peter Ehwald. Wie der Titel verspricht, begann sie wild und schaukelte sich in der Intensität auf, doch dann kippte die Stimmung mit einem melodiösen Bass-Solo ins Ruhige.

So vielseitig wie die Ideen waren auch die Klangfarben. Zerbrechliche, leise Töne, aber auch flinke Kraft bis hin zum Quietschenden standen dem Saxofonisten zu Gebote. Und Schlagzeuger Jon Scott erwies sich als Energielieferant, als Meister des Brodelnden.

Die 30 animierten Gäste spendeten den Reiseleitern viel Beifall.

Von Georg Pepl

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