Konzertabend des 7. Internationalen Jugendmusikfestivals

Treffen der Elefanten

Big Band: Die Västerås Ungdomsstorband aus Kassels Partnerstadt Västerås in Schweden interpretiert den Soulklassiker „Street Life“. Foto: Malmus

Kassel. Die große Halle des Eon-Gebäudes gab am Dienstagabend eine würdige und stimmungsvolle Kulisse für ein wahres musikalisches Elefantentreffen ab, hieß es doch gleich zweimal Bühne frei für die volle Big-Band-Besetzung.

Aus dem polnischen Bydgoszcz angereist, präsentierte die Jazz Big Band 75 einen sauber austarierten Tutti-Sound im eher traditionellen Gewand. Kraftvolle Soli von Alt-Saxofon und Trompete stachen hervor und bei Quincy Jones’ „Soul Bossa Nova“ ließ es der Schlagzeuger richtig krachen.

Hier lief das Jugend-Ensemble, gekleidet in blauen Hemden mit Band-Aufdruck, zu großer Form auf.

Die Västerås Ungdomsstorband aus der schwedischen Partnergemeinde übernahm das musikalische Staffelholz und legte noch einen Zahn zu: Schlagzeug und gleich zwei Percussionisten an Conga und Timbales treiben den Groove des unverwüstlichen Soulklassikers „Street Life“ voran, der zudem von einer bezaubernden Sängerin stilsicher interpretiert wird.

Das Erscheinungsbild der Spieler mit ihrer bunten individuellen Kleidung wirkt locker, der Sound ist rockiger. Die Bläser durchschneiden präzise die Luft, die E-Gitarre dreht mächtig auf, allerdings stieß die Raumakustik an ihren Grenzen, um alle Arrangement-Details wahrzunehmen.

Großer Beifall von den gut hundert Zuhörern für zwei durchweg überzeugende Bands. Lob auch an die Organisatoren des Jugendmusikfestivals, allein, dass sich diese beiden ebenso kompetenten wie unterschiedlichen Bands gegenseitig wahrnehmen und austauschen können, ist ein tolles Angebot.

Ein solches Konzept könnte auch als Ansporn für die Kasseler Jazz-Jugend dienen, denn im Moment ist da auf diesem Spielniveau kein Angebot in Sicht.

Beide Bands spielen am heutigen Abend ab 19 Uhr im Festspielhaus Bad Arolsen.

Von Hartmut Schmidt

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