Die Wisecräcker brachten die Besucher des K19 zum Jubeln

Trocken sind die Kekse nicht

Kassel. Am Freitagabend war nicht etwa Fastnacht im K19, doch fast Nacht, bis die international tourende Band Wisecräcker auf der Bühne erschien. In den letzten Jahren ist sie in Kalifornien und Mexiko unterwegs gewesen. Sie wird deshalb als die deutsche Ska-Punk-Band weltweit gefeiert. Verwunderlich ist das nicht, zumindest nicht für jemanden, der eines ihrer Konzerte besucht hat. Denn die Wisecräcker können mit multikulturellem Ska-Punk-Core-Pop begeistern.

Schon ihr Auftreten war beeindruckend. Die Wisecräcker füllten die Bühne nicht nur mit Gitarre, Bass und Schlagzeug, sondern bewiesen ihr Können zusätzlich auf Trompete, Saxofon und zwei Posaunen. Die 60 Zuschauer waren von Anfang an mit Leib und Seele dabei und feierten für noch weitere 200 Fans mit.

Wie auf großen Festivalkonzerten wurde wild getanzt, gepogt, Einzelne versuchten sich tatsächlich im „Crowdsurfing“ auf fünf Personen. Auch die sieben Wisecräcker Alexander Mendez (Gesang und Saxofon), „Keeex“ Tongers (Gitarre und Gesang), Hannes Horneber (Schlagzeug), Andreas Segger (Posaune und Gesang), Sebastian Seth (Trompete), Henrik Horneber (Bass) und Gerrit Laschtowitz (Posaune) lebten ihre Musik.

Indem sie englische, deutsche und spanische Texte verwendeten, verstärkten sie die Stimmung in jedem ihrer Lieder durch den Klang der Sprache. Auch mit deutschen Texten konnten sie überzeugen. Eigene Interpretationen bekannter Stücke wie „Rondo alla Turca“ waren auffällig gut. Den Höhepunkt bildete die eigene Umsetzung eines mexikanischen Liebeslieds, in dem man nicht länger eine Schnulze sehen konnte, die Romantik jedoch nicht verloren war. Nicht zuletzt damit bewiesen sie ihr besonderes Talent.

Auch wenn der Name der Band an Reiskräcker erinnert, kann man sie ansonsten ganz und gar nicht mit trockenen Keksen verwechseln. Denn die Wisecräcker verstehen es, wache und erfrischende Musik zu machen und durch Sprachvielfalt und Abwechslung ein Gefühl von Internationalität zu erwecken.

Von Charlotte Dötig

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