Irischer Folk- und Rockmusiker Kieran Halpin im Schlachthof

Mit trockenem Humor

Voller Energie: Der irische Musiker Kieran Halpin. Foto:  Fischer

Kassel. Er sang von den großen Problemen der Welt und von ganz persönlichen Erlebnissen: Der irische Singer/Songwriter Kieran Halpin spielte am Dienstagabend im Kulturzentrum Schlachthof ein Potpourri aus melancholischen, ernsten, kraftvollen und schnellen Folk- und Rocksongs.

Begleitet wurde Halpin von dem Hamburger Yogi Jockusch, einem gefragten Schlagzeuger und Percussionisten, der in der Szene einen exzellenten Ruf genießt.

Der Ire Halpin, der zurzeit mit seinem 19. Album „The Deal We Made With God“ unterwegs ist, sang über den Friedensprozess in Irland, über eine Kneipe auf der Hamburger Reeperbahn, die noch nie geschlossen war, über Kriege, Sorgen und Hoffnungen. Aber auch „ein optimistisches Lied“ („Ich habe nur eines, aber das ist sehr optimistisch“) hatte Halpin im Repertoire, nachdem er von einer halb vollen oder halb leeren Whiskey-Flasche, von einem Road-Trip durch Australien und dem Tod eines guten Freundes gesungen hatte.

Das Ganze mit einer rauchigen, knatternden, fast rasselnden Stimme, die zeitweise unfassbar klar, dumpf und tief klang. Ganz einfach spielte er seine Gitarre, mal fließend, mal mit Schmackes, immer mit einem blechern-brillanten Sound. Dazu die Percussionskunst von Jockusch, der mit seiner Kistentrommel (Cajan), einem Fiberglaskessel (Ibo) und einem Glöckchenspiel eine unglaubliche Vielfalt an Tönen zustande brachte. Es war ein großartiges Zusammenspiel.

Zwischen den Liedern unterhielt Halpin das 30-köpfige Publikum mit seinem staubtrockenen Humor und lustigen Anekdoten aus 30 Jahren Musikerleben. Außer über seine Erfahrungen in irischen Pubs in Deutschland scherzte er über australische Truckerfahrer und auch über seinen Kollegen Jockusch. Es war ein sympathisches und energievolles Konzert. Viel Applaus und begeisterte Zurufe.

Von Heike Wagner

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