Anfangs dezent, dann mit ungestümer Fröhlichkeit: Addys Mercedes & Band beim Sommer im Park

Tropische Temperaturen, heiße Rhythmen

VELLMAR. Angesichts der hohen Temperaturen hatten sich immerhin um die 180 Besucher nicht abschrecken lassen, am Samstagabend den Weg in das geräumige Vellmarer Festzelt anzutreten. Dort gastierte die aus Kuba stammende Addys Mercedes mit ihrem Quartett, um ihren Gästen noch etwas mehr einzuheizen.

Doch die Band begann sehr dezent und zurückhaltend - auf der Bühne sah man drei Musiker, man hörte eine Stimme aus dem Off, und aus dem Hintergrund tauchte dann die dazugehörige Sängerin auf - natürlich Addys Mercedes. Im bunten Kleid und mit mächtigem Afrolook wie einst Marsha Hunt wurde die Frau mit der positiven Ausstrahlung sofort mit Beifall empfangen.

Seit Jahren im Ruhrgebiet ansässig, moderierte sie ihre Songs in Deutsch, wie „Negrito Congo“ über einen Sklaven oder über eine Füchsin, die der Biene den Honig stiehlt. Addys Mercedes ist eine Allroundmusikerin, die auch E-Bass und diverse Perkussionsinstrumente spielt.

Ihr größtes Kapital ist jedoch ihre warme und intonationssichere Stimme, mit der sie sowohl Melancholie und Wehmut als auch ungestüme Fröhlichkeit auszudrücken vermag.

Begleiten lässt sie sich von ihrer „Family Band“ mit Cae Davis (Bass, Cajón), Pomez di Lorenzo (Gitarren) und Tochter Lia, die vielleicht die eigentliche Sensation ist: Mit nur 14 Jahren glänzt die Jugendliche an Geige, Klavier und Keyboard, steuert noch Harmoniegesang bei und wird dafür vom Publikum euphorisch gefeiert.

Im zweiten 45-Minuten-Set werden die Signale dann auf Tanzen gestellt, was in den Gängen auch sofort von vielen Paaren umgesetzt wird. Cumbia, Salsa und Ska-Rhythmik mit längeren Improvisationen werden begeistert bejubelt. Die „Lokomotive nach Kuba“ hatte ihr Ziel erreicht. Drei Zugaben gab es noch für das dankbare Publikum.

Von Wolfgang Wollek

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