ARD will Nachfolger des Edersee-Tatorts im kommenden Dezember zeigen

Nach Edersee-Tatort: Tukur ermittelt im Taunus

Zweiter Fall als „Tatort“-Kommissar: Ulrich Tukur. Foto: hr/nh

Erst war der Edersee Ort des Verbrechens, nun ermittelt Kommissar Felix Murot im Taunus: 30 Kilometer nördlich von Frankfurt starten heute in der Kleinstadt Usingen die Dreharbeiten zum neuen hr-“Tatort“ mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle.

Laut Hessischer Rundfunk soll der zweite Fall des von einem Hirntumor geplagten Kommissars im Dezember 2011 in der ARD ausgestrahlt werden. Arbeitstitel: „Murot in Behandlung“. Die Erkrankung, die bei Tukurs Tatort-Debüt schon für einige interessante und von Kritikern gelobte surreale Elemente sorgte, soll dabei eine noch zentralere Rolle einnehmen als schon am Edersee: Als Murot im Taunus eintrifft, ist der Mörder bereits tot, sein Selbstmord scheint weitere Ermittlungen überflüssig zu machen. Auf Murots Rückreise nimmt die Geschichte jedoch eine mysteriöse Wendung, als der Kommissar den Totgeglaubten verdächtig lebendig über die Straße laufen sieht.

Um die Frage zu beantworten, ob er einem Schwindel oder einem Gespinst seines Tumors aufgesessen ist, ermittelt Murot fortan verdeckt und gibt sich auch in die Behandlung einer zwielichtigen Ärztin. Deren Verstrickung in den Fall erscheint dabei genauso undurchsichtig wie der Gesundheitszustand des Kommissars, über den hr-Redakteur Jörg Himstedt zumindest eins verrät: „Ein Ermittler im Krankenhaus wäre wohl ziemlich uninteressant.“

So spielen der Tumor und die Schmerzmittel der Wahrnehmung des Ermittlers weiterhin Streiche. Himstedt verspricht beispielsweise ein nächtliches Duett der Kessler-Zwillinge, die eigentlich eine Person darstellen und „Quando, quando“ anstimmen. Trotz derartiger skurriler Aussichten will man beim hr nicht die Handlung aus den Augen verlieren. „Wir wollen in erster Linie immer noch eine Krimigeschichte erzählen“, betont Himstedt. „Filme im Vollrausch sind nicht das Ziel.“

Knapp 8,7 Millionen Zuschauer sahen das Murot-Debüt „Wie einst Lilly“ im vergangenen November. Mit Drehbuchautor Daniel Nocke und Regisseur Justus von Dohnany will ein neues Team an diesen Erfolg anknüpfen. Große Erwartungen werden dabei wieder an Ulrich Tukur gestellt: Für seine Rolle als Murot, deren Entwicklung er maßgeblich beeinflusste, erhielt der 53-Jährige im Februar die Goldene Kamera. (ntz)

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