Der tausendste "Tatort": Mit dem Psycho im Taxi nach Leipzig

Ihrem Fahrer hilflos ausgeliefert: Die Kommissare Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler, von links) und Klaus Borowski (Axel Milberg) sind leider in das Taxi von Rainald Klapproth (Florian Bartholomäi) gestiegen. Fotos: ndr

Der 1000. "Tatort" heißt "Taxi nach Leipzig" - wie die allererste Folge 1970. Das hätte anstrengend werden können. Doch dem NDR gelang ein kleines Meisterwerk.

Die 1000. Folge von Deutschlands beliebtestem TV-Format ist ein ganz besonderer „Tatort“. „Taxi nach Leipzig“ (Sonntag, 20.15 Uhr, ARD) heißt wie der allererste Krimi der ARD-Reihe, die am 29. November 1970 startete. Diesmal steigen die NDR-Kommissare Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler, Hannover) und Klaus Borowski (Axel Milberg, Kiel) gemeinsam ins Auto. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Um was geht es in der Jubiläumsfolge?

Um einen verhängnisvollen Fehler. Lindholm und Borowski begegnen sich per Zufall bei einer Polizeischulung in Braunschweig und steigen in das Taxi des ehemaligen Afghanistan-Elitesoldaten Rainald Klapproth (Florian Bartholomäi). Der bricht im Affekt einem dritten Fahrgast das Genick und spielt anschließend mit Lindholm und Borowski ein sadistisches Spiel.

Lohnt sich das Einschalten diesmal?

So fing alles an im „Taxi nach Leipzig“: Kommissar Trimmel (Walter Richter, rechts) wurde 1970 im allerersten „Tatort“ von Erich Landsberger (Paul Albert Krumm) bedroht.

Auf jeden Fall. Wie schon mit seinem legendären Münchner „Tatort“ mit Fabian Hinrichs als Assistent Gisbert (2012) gelingt Autor und Regisseur Alexander Adolph einer der besten Krimis des Jahres - eine beklemmende Mischung aus Thriller, Roadmovie und Kammerspiel. Ein Großteil der 90 Minuten spielt im Auto, das für den Dreh an drei Seiten aufgesägt wurde.

Stehen Furtwängler und Milberg zum ersten Mal gemeinsam vor der Kamera?

Nein. Sie kennen sich seit Mitte der 80er, als beide in der ARD-Vorabendserie „Die glückliche Familie“ zu sehen waren. Heute ist Milbergs Frau Furtwänglers beste Freundin.

Gibt es einen besonderen Auftritt?

Ja, Günther Lamprecht, der 1970 in „Taxi nach Leipzig“ als DDR-Grenzer mitwirkte, spielt diesmal den Seminarleiter der Polizeischule. In seiner Schlussrede bedankt er sich bei allen „Tatort“-Kommissaren, weil sie „für die Hoffnung stehen, dass das Gute siegt“.

Sollte man auch danach dranbleiben?

Unbedingt, in der Doku „Sonntagsmörder - Ermittlung über 1000 Tatorte“ (21.45 Uhr) zeigen Regisseur Peter Dörfler und „Spiegel“-Reporter Cordt Schnibben, warum die Reihe so erfolgreich ist.

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