Haftbefehl erlassen 

„Aktenzeichen XY“: Kriminalfall nach konkretem Hinweis von Zuschauer tatsächlich aufgedeckt

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Rudi Cerne stellte am Mittwochabend für „Aktenzeichen XY“ sechs Kriminalfälle vor. 

Die aktuelle Ausgabe von „Aktenzeichen XY“ veröffentlichte sechs noch ungeklärte Verbrechen. Nun konnte ein Kriminalfall tatsächlich aufgeklärt werden. 

Update vom 2. September 2019: Schon oft konnte ein Kriminalfall nach Ausstrahlung der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ aufgeklärt werden. Doch nun lieferte ein Zuschauer noch während der Live-Sendung konkrete Hinweise. Wenige Stunden später konnte der gesuchte Täter dann tatsächlich festgenommen werden, wie die Polizei Celle kurz darauf bestätigt. 

Die Polizei suchte bereits seit dem 7. Mai nach dem unbekannten Mann. An diesem Tag soll dieser in einem Holzfachgeschäft ein Diebstahlsicherungs-Drahtseil durchschnitten und anschließend hochwertiges Werkzeug gestohlen haben, eine Überwachungskamera filmte die Tat. So kurios wollen übrigens brutale Räuber bei „Aktenzeichen XY“ ihre Spuren verwischen.

Weil die Polizei befürchtete, dass der gesuchte Mann auch für weitere Taten infrage kommen könne, veröffentlichten die ermittelnden Beamten am vergangenen Mittwoch in der ZDF-Sendung die aufgezeichneten Bilder des Täters. Noch innerhalb der Sendung konnte der Täter durch einen Zuschauer dann identifiziert werden. 

Der 31-Jährige wurde erst wenige Stunden zuvor ebenfalls beim Diebstahl von Werkzeug durch einen Ladendetektiv gestellt. Der in diesem Fall ermittelnde Polizeibeamte konnte den Täter erkennen, die Staatsanwaltschaft Bamberg erließ einen Tag später Haftbefehl gegen den Mann. 

Rund 22 Jahre nach dem Mord an zwei Frauen ist der Kriminalfall noch immer nicht geklärt. Nun erhoffen sich Ermittler durch „Aktenzeichen XY“ neue Hinweise.

„Aktenzeichen XY“: Anrufer bringt Polizei auf neue Spur bei Doppelmord

Update vom 29. August 2019: Nicht selten können Zuschauer tatsächlich nach Ausstrahlung der Sendung „Aktenzeichen XY“ wichtige Hinweise für die ermittelnden Beamten machen. Am Ende der aktuellen Folge des ZDF-Formats erklärt Alfred Hettmer vom LKA München dann, dass sich in gleich mehreren gezeigten Kriminalfällen brauchbare und interessante Hinweise ergeben haben. 

Die wohl erfolgversprechendsten Hinweise dürften im Fall eines unbekannten Toten aus dem Kreis Kleve eingegangen sein. Obwohl die Identität des Mannes seit 23 Jahren ungeklärt ist, sind sich nun einige Zuschauer sicher, den Mann zu kennen. Auch der Raubüberfall auf ein Ehepaar in Hamburg sorgte für viele Anrufe im Sendestudio. Zuschauer sind sich dabei sicher, die gezeigten Beutestücke schon einmal in Sozialen Netzwerken gesehen zu haben. 

Im Fall der im Jahr 2004 in der Schweiz getöteten Patricia Wilhelm erklärt ein Anrufer, die gezeigten Patronenhülsen erkannt zu haben. Bereits im Jahr 1998 soll sich in Deutschland ein Doppelmord ereignet haben, mit einer Waffe des gleichen Typs. „Man muss vorsichtig sein, aber das wäre natürlich, wenn es tatsächlich zutreffen sollte, eine interessante Entwicklung für die Kollegen aus der Schweiz“, erklärt Hettmer. 

„Aktenzeichen XY“: Dramatische Fälle - Ermittler suchen Mutter von Baby „Joris“

Ursprungsartikel vom 28. August 2019: Ismaning - Bereits seit 1967 macht es sich die „Aktenzeichen XY“ zur Aufgabe, ungelöste Kriminalfälle einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Nicht selten gibt es durch Zuschauer dann tatsächlich entscheidende Hinweise. Viele ausgestrahlte Kriminalfälle konnten durch die Hilfe der ZDF-Sendung nach langer Zeit doch noch gelöst werden. 

In der aktuellen Ausgabe am Mittwochabend setzt die Polizei dann in sechs Kriminalfällen auf die Hilfe der Zuschauer. Vor allem das Schicksal zweier toter Säuglinge dürfte für Entsetzen sorgen. 

„Aktenzeichen XY“ erhofft sich Hinweise: Gleich zwei Säuglinge tot aufgefunden

Bereits im April 2019 konnte im thüringischen Ilm-Kreis am Rande von Geschwenda bei Gotha ein getöteter Säugling entdeckt werden. Das kleine Mädchen, das bei Auffinden höchstens drei Wochen alt gewesen sein kann, wird vermutlich bereits im Dezember des vergangenen Jahres auf der Wiese abgelegt. Die Polizei veröffentlicht bereits vor Wochen die Kleidungsstücke, die an und bei dem kleinen Leichnam gefunden werden konnten. Vor allem die Mütze des kleinen Mädchens wirft Fragen auf. 

Die Polizei Sigmaringen sucht dagegen nach der Mutter des kleinen „Joris“. Der tote Säugling, der nur wenige Stunden leben durfte, wird im September 2018 in einem Waldstück bei Frohnstetten bei Sigmaringen entdeckt. Nach der Obduktion des Leichnams wird klar: der kleine Junge wurde gewaltsam erstickt. Die Kripo Sigmaringen sucht seitdem nach der Mutter des kleinen Babys. 

Klar ist: die Mutter des kleinen „Joris“ muss mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben, könnte häufig einen Arzt aufsuchen. Für die Kripo Sigmaringen ebenfalls ein Grund, die vermutlich junge Frau zu suchen. Kurz nach Auffinden des toten Kindes wenden sich Ermittler an ärztliche Fachzeitschriften, doch ohne Erfolg. 

Ermittler erhoffen sich nun durch ZDF-Zuschauer Hinweise zu der noch unbekannten Frau. Wem ist eine Schwangerschaft vor September 2018 aufgefallen? Neben dem toten „Joris“ konnte ein älteres, blau-rotes Badetuch der belgischen Firma „Santens“ und eine größere, rote Papiertüte des Textilherstellers mit der Abkürzung con-ta (Conzelmann Tailfinden) plus Werbeslogan „Wäsche zum Wohlfühlen“ entdeckt werden. Diese Tüten wurden seit März 2018 nicht mehr ausgegeben. 

„Aktenzeichen XY“ im ZDF: In diesem Cold Case erhoffen sich Ermittler Hinweise 

Mit dem Tötungsdelikt an der damals 22-jährigen Patricia Wilhelm erhoffen sich Ermittler dann in einem weiteren Cold Case einen Durchbruch. Bereits am 27. Februar 2004 wird die junge Frau in ihrer Arbeit erschossen. 

Zusammen mit ihrem Freund wohnt die 22-Jährige im Kanton Schwyz in der Schweiz im Haus ihrer Mutter. Als Patricia an ihrem Arbeitsplatz in einem Reisebüro in Altendorf mit zwei Pistolenschüssen getötet wird, gehen Ermittler zunächst von einem Raubmord aus. Eine gestohlene Geldkassette lenkt die Aufmerksamkeit der Kripo Biberbrugg zunächst in diese Richtung. 

Doch mittlerweile kann eine Beziehungstat nicht mehr ausgeschlossen werden. Sowohl das Notiz- als auch das Adressbuch der jungen Frau fehlen. Auch ihr Portemonnaie bleibt verschwunden. Wie Ermittler ebenfalls mitteilen, plante Patricia offenbar, wenige Stunden vor dem Mord ihre Chefin zu erreichen, um ihr etwas Wichtiges mitzuteilen. Auch eine Freundin erklärt, dass Patricia Wilhelm ihr bereits wenige Tage vor dem Mord etwas anvertrauen wollte. 

“Aktenzeichen XY“ sucht falsche Paketboten: Älteres Ehepaar in Hamburg überfallen 

Das LKA Hamburg erhofft sich in einem besonders perfiden Kriminalfall neue Hinweise durch Zuschauer. Bereits am 31. Januar 2019 klingeln zwei Paketboten bei einem älteren Ehepaar im Stadtteil Schnelsen. Mit Gewalt verschaffen sich die beiden Zutritt zu dem Haus, sie versuchen, die Bewohner zu fesseln. Schnell wird klar: die beiden Räuber haben es auf Geld und Wertgegenstände abgesehen. Nachdem dem Ehemann sogar ein Ring und eine wertvolle Uhr abgenommen wird, gelingt der Frau die Flucht aus ihrem eigenen Haus. Die beiden Täter fliehen anschließend. 

Ermittler finden am Tatort dann zwei Jacken, die die falschen Paketboten zurückgelassen haben. Zum einen eine Jacke des Unternehmen „JCL-Logistics“ und eine Jacke des Postdienstleisters „Postcon“. Es kann demnach nicht ausgeschlossen werden, dass die beiden Männer tatsächlich für solche Unternehmen arbeiten. Wie Ermittler erklären, sei auch das Gerät zum Quittieren des Paketempfanges vermutlich echt gewesen. 

“Aktenzeichen XY“: LKA Berlin fahndet nach Mord an Edgar Orlovskij 

Nach dem Mord an dem litauischen Staatsbürger Edgar Orlovskij fahndet die Polizei bereits seit mehreren Monaten nach einem noch unbekannten Mann. Das damals 26 Jahre alte Opfer verlässt am 18. März 2019 gegen 22 Uhr ein Bekleidungsgeschäft in Berlin Spandau. Auf dem Weg zu seinem geparkten Wagen an der Karl-Marx-Allee stellt sich ihm dann ein Unbekannter in den Weg, zückt ein Messer und sticht zweimal auf ihn ein. Edgar Orlovskij kann schwer verletzt noch den Notruf alarmieren, doch er stirbt noch am Tatort. 

Doch Zeugen können den Täter so gut beschreiben, dass Ermittler sich sicher sind, den noch immer Unbekannten auf Überwachungskameras der U-Bahn erkannt zu haben. 

Das Rätsel um die verschwundene Christina Hermert scheint noch immer nicht geklärt, nach der Ausstrahlung der letzten „Aktenzeichen XY“-Sendung freuten sich Ermittler jedoch über einen sehr „überraschenden Hinweis“. 

In der aktuellen Ausgabe von „Aktenzeichen XY“ präsentieren das ZDF und Moderator Rudi Cerne auch einen Cold Case aus Hamburg. In der Ausgabe wird dabei auch ein Foto eines unbekannten Toten gezeigt, Ermittler erhoffen sich dadurch entscheidende Hinweise. Doch Fans der ZDF-Sendung zeigen sich von dem Bild entsetzt. 

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