Ab heute bei Amazon Prime

Karoline Herfurth zur neuen Serie "Beat": „Wild tanzen ist mein Laster“

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Taucht ins Berliner Nachtleben ein: Berlin-Agentin Emilia (Karoline Herfurth) bekommt bei den Ermittlungen in der Szene Hilfe von Club-Promoter Beat (Jannis Niewöhner).

Die neue Amazon Prime-Serie "Beat" spielt in der Berliner Technoszene. Wir sprachen mit Schauspielerin Karoline Herfurth über "Beat". 

Menschen aus aller Welt pilgern nach Berlin, um sich in angesagten Technoclubs wie dem Berghain die Seele aus dem Leib zu feiern. Laute Beats, flackerndes Licht, Drogen, Sex: Und genau in dieser Szene spielt die neue Amazon Prime- Serie „Beat“. Protagonist ist der angesagte Club-Promoter Robert Schlag (Jannis Niewöhner), der von allen nur „Beat“ genannt wird. 

Doch dann will der Europäische Geheimdienst (ESI) den exzessiven Partygänger für sich gewinnen: Es geht es um organisierte Kriminalität und um illegale Organtransplantationen. Agentin Emilia (Karoline Herfurth) kommt ins Spiel. Wir sprachen mit ihr über die neue Serie.

Frau Herfurth, als waschechte Berlinerin kennen Sie das dortige Nachtleben. Haben Sie auch schon illegale Drogen angeboten bekommen?

Karoline Herfurth: Anders als Beat kann ich persönlich damit nichts anfangen. Nein. Ich bin wirklich langweilig. Aber ich tanze ganz gerne, ausgiebig und wild. Das ist das einzige Laster, was meine Partys angeht. (lacht)

Wann sind Sie denn das letzte Mal in das Berliner Nachtleben eingetaucht?

Herfurth: Offen gestanden: Ich habe da mit meiner Rolle ganz schön viel gemein. So richtig gefeiert habe ich nach dem Abschlussfest meines letzten Kinofilms „Sweethearts“ (startet im Februar, 2019). Ich bin ganz langweilig. (lacht)

Ist die Berliner Technoszene denn wirklich so düster, wie in der Serie dargestellt?

Herfurth: Was das angeht, bin ich nun wirklich keine Kennerin. Aber alles, was ich so gehört habe: Die Darstellung scheint ziemlich zutreffend zu sein.

Karoline Herfurth als Ermittlerin Emilia (links) und (rechts) Club-Promoter Beat (Jannis Niewöhner).

Jetzt spielt „Beat“ nicht nur in der Technoszene. Ihre Figur hat damit anfangs nur sehr wenig zutun. Beschreiben Sie mal.

Herfurth: Das bleibt auch so. Emilias Einstellung zu der Szene entwickelt sich gar nicht so wahnsinnig. Ihr Job ist es, Vertrauen zu Beat aufzubauen. Deshalb lässt sie sich von ihm in diese Szene verführen, doch alles nur zu dem Zweck, sein Vertrauen zu gewinnen.

In „Beat“ sind sie eine tollkühne Agentin, die mit Psychologie versucht, an Informationen zu gelangen. Haben Sie sich etwas für den Alltag abgeschaut?

Herfurth: (lacht) Tatsächlich. Ich habe Bücher über Verhörtechniken gelesen. Hab’s dann bei meiner besten Freundin versucht und bin kläglich gescheitert. Man muss sich so viele kleine Details merken, das habe ich aber nicht geschafft. Sie hat mich nur ausgelacht.

Ihrer Figur kauft man es trotzdem ab. „Beat“ handelt vor allem auch von organisierter Kriminalität und illegaler Organtransplantation. Wie nah ist das an realen Fällen?

Herfurth: Ich muss gestehen, dass ich mich nicht wirklich getraut habe, so tief in diesen Bereich einzutauchen. Relativ schnell merkt man, dass dieses kriminelle Feld unglaublich brutal und leider auch realistisch ist.

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Wie würden Sie die Menschen für einen Organspendeausweis überzeugen?

Herfurth: Offen darüber reden. Ich finde die Diskussion zu diesem Thema eigentlich gut. Dass man Organspenden zum Regelfall macht und dem, wenn man möchte, zu Lebzeiten widersprechen kann.

Haben Sie denn einen Organspenderausweis?

Herfurth: Nein, der liegt bei mir genau so seit fünf Jahren auf dem Schreibtisch rum – noch immer nicht fertig ausgefüllt.

Gesunde Organe entscheiden über Leben und Tod – eine zentrale Rolle in „Beat“.

Herfurth: Genau. Für mich zeichnet sich die Serie dadurch aus, dass sie die Konfliktlinien der Welt darlegt: Auf der einen Seite wird getanzt und auf der anderen Seite wird gestorben. Und wie Emilia sagt: Beat macht sich, während er sich Koks durch die Nase zieht, keine Gedanken über die brutalen Konsequenzen, die das in anderen Ländern mit sich führt.

Wie schätzen Sie die Chance ein, dass die Serie durch den Streaming-Dienst auf internationales Interesse stößt?

Herfurth: Das würde mich natürlich wahnsinnig freuen. Die Clubszene Berlins ist international natürlich sehr anziehend. Ich bin neugierig.

Was sagen Sie den Serienjunkies – wird es mehr von „Beat“ geben?

Herfurth: Oh, ich hoffe sehr. Das kann ich noch nicht beantworten, aber ich hoffe.

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