„Ich vermute, die zuständigen Redakteure...“

ARD streicht Kult-Serie aus dem Programm - Schauspielerin äußert unschönen Verdacht

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Die ARD wird die vierte Staffel der Serie „Vorstadtweiber“ nicht ausstrahlen.

Nach drei Staffeln schmeißt die ARD eine Serie aus dem Programm - obwohl die neuen Folgen bereits abgedreht sind. Eine Hauptdarstellerin hat jetzt einen üblen Verdacht über die Gründe geäußert.

Mainz - Im Jahr 2015 startete in der ARD die Serie „Vorstadtweiber“ - eine Art österreichische Variante der „Desperate Housewifes“. Anfangs noch zur Primetime um 20.15 Uhr mit Erfolg im Programm, wurde die Ösi-Satire aufgrund sinkender Einschaltquoten bald auf weniger attraktive Sendeplätze verbannt. Eine deutliche Wende zeichnete sich auch nach der dritten Staffel im Jahr 2018 nicht ab.

ARD setzt Kultserie „Vorstadtweiber“ ab

Nun zieht die ARD Konsequenzen und streicht „Vorstadtweiber“ komplett aus dem Programm. „Die vierte Staffel der ‚Vorstadtweiber‘ wird es im Ersten nicht geben“, wird ARD-Sprecherin Silvia Maric von der Bild zitiert. Und das, obwohl die vierte Staffel bereits abgedreht wurde und im ORF zu sehen sein wird. "Die Zuschauer haben für diese Serie nicht so ein Faible entwickelt", heißt es in einer offiziellen Begründung.

Hauptdarstellerin äußert üblen Verdacht über ARD-Entscheidung 

Das sieht Hauptdarstellerin Nina Proll (45) nicht so. Ihrer Meinung nach hat die Serie viele Fans in Österreich und Deutschland. Die Schauspielerin äußerte einen ganz anderen Verdacht, welche Gründe tatsächlich hinter der Entscheidung stecken könnten. „Ich vermute, die zuständigen Redakteure hatten es satt, sich ständig anzuhören, dass wir Österreicher lustiger und mutiger sind. Das höre ich nämlich dauernd von deutschen Kollegen. Aber ich hoffe, da findet noch ein Umdenken statt“, so Prolls deutliche Worte in der Bild.

Die Hauptdarstellerinnen der „Vorstadtweiber“ (v.l.): Adina Vetter, Gerti Drassl, Nina Proll und Maria Köstlinger.

„Ich finde das richtig große Sch...“: ARD-Zuschauer enttäuscht

Auch bei so manchem ARD-Zuschauer sorgte die Absetzung für Ärger, wie einige Kommentare auf Twitter deutlich machen. „Ich finde das richtig große Sch... von euch #Vorstadtweiber aus dem Programm zu streichen“, schreibt etwa dieser User, an die ARD adressiert.

Enttäuschung wird auch in diesem Tweet deutlich: „Keine #EM2024, keine #Vorstadtweiber ... wofür zahlen wir eigentlich noch Gebühren?“, so die Frage an die ARD.

Auch RTL kickte kürzliche gleich drei Serien aufgrund schlechter Quoten aus dem Programm. Besser gestaltet sich die Quote für den Sender beim „Supertalent“ - auch wenn der Debüt-Auftritt von Sarah Lombardi nicht allen gefiel.

Zuschauerzahlen fallen: Wird auch GNTM bald abgesetzt?

In einem aktuellen Interview hat Sascha Hehn mit neuen Vorwürfen über „Das Traumschiff“ hergezogen. Er sprach von „unerträglichen Fehlern“ und „Fließbandarbeit“.

va

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