ARD senkt wegen Quote Gottschalks Werbetarife

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Die Quoten von "Gottschalk Live" sind schlecht. Deshalb senkt die ARD jetzt die Werbetarife.

Berlin - “Gottschalk Live“ wird billiger - zumindest für die Werbekundschaft. Aufgrund der schlechten Einschaltquoten wurden die Werbetarife gesenkt.

Die ARD-Tochterfirma Sales & Services (AS&S) hat die Werbetarife im Umfeld von Thomas Gottschalks neuer Vorabendshow wegen sinkender Quoten um durchschnittlich 30 Prozent gesenkt. Ein AS&S-Sprecher bestätigte am Donnerstag einen Bericht des Branchendienstes “Werben & Verkaufen“.

“Es ist ein übliches Verfahren im Vermarktungsgeschäft, die Werbetarife an die aktuelle Wettbewerbssituation eines Formats anzupassen“, sagte der Sprecher. “Diese Anpassungen, die wir jetzt vornehmen, tragen der aktuellen Situation Rechnung und können natürlich bei steigenden Marktanteilen auch wieder nach oben angepasst werden.“

Thomas Gottschalk -Seine Karrierestationen in Bildern

Ab 1971: Freier Mitarbeiter des Jugendfunks beim Bayerischen Rundfunk ( BR), ab 1973 Sprecher der “Abendschau“-Nachrichten. © dpa
1976: Gottschalk wird beim BR Festangestellter und heiratet seine Thea. Erfolg mit witzigen Radiomoderationen bei “Pop nach acht“. © dpa
1977: Er moderiert die Sendung “Telespiele“, die zunächst in einigen Dritten Programmen und ab 1980 bundesweit bei der ARD läuft. © dpa
1982: Mit Mike Krüger ist Gottschalk im Kinofilm “Piratensender Powerplay“ zu sehen. Weitere Filmrollen folgen. © dpa
Gottschalk wechselt zum ZDF. Bis 1987 präsentiert er dort “Na sowas“, eine Mischung aus Talk- und Musikshow. © dpa
26. September 1987: Er moderiert erstmals die ZDF-Sendung “Wetten, dass..?“ als Nachfolger von Frank Elstner. © dpa
1990: Gottschalk arbeitet auch für RTL. Von 1992 bis 1995 moderiert er eine Late-Night-Show. 1992/1993 pausiert er bei “Wetten, dass..?“ © dpa
1995 bis 1997: “Gottschalks Hausparty“ bei Sat.1. © dpa
1999: Mit seinem Bruder Christoph gründet er die Vermarktungsfirma dolce media GmbH in München © dpa
2004: “ Thomas Gottschalk. Die Biografie“ von Gert Heidenreich erscheint © dpa
September 2009: Mit Michelle Hunziker hat Gottschalk erstmals eine Co-Moderatorin bei “Wetten, dass..?“. © dpa
4. Dezember 2010: Der Kandidat Samuel Koch verunglückt bei einer Wette schwer und bleibt gelähmt. © dpa
12. Februar 2011: Gottschalk kündigt seinen Rücktritt nach Ablauf der Staffel im Sommer an. © dpa
30. April 2011: Gottschalk moderiert seine letzte reguläre “Wetten, dass..?“-Sendung. © dpa
18. Juni 2011: Gottschalk moderiert die Sommer-Ausgabe von “Wetten, dass..?“ auf Mallorca. © dpa
15. Juli 2011: Die ARD teilt mit, dass Gottschalk ab Januar 2012 viermal die Woche (Montag bis Donnerstag) vor der “Tagesschau“ eine tagesaktuelle halbstündige Live-Show mit Gesprächsgästen moderiert. Später wird bekannt: Die Show heißt “Gottschalk live“ und startet am 23. Januar. © dpa
8. Oktober, 5. November und 3. Dezember 2011: Die Termine der letzten drei “Wetten, dass..?“-Ausgaben mit Gottschalk - es soll sich um “Shows mit Erinnerungscharakter“ handeln. © dpa

Das Vorabendprogramm vor der “Tagesschau“ refinanziert die ARD durch Werbeeinnahmen. Reichen die möglicherweise nicht aus, um die kostspielige Gottschalk-Show zu decken? “Was die Refinanzierungen einzelner Formate angeht, so haben wir keine Sorgenfalten, was die angemessene Auslastung unserer Werbeblöcke in der halben Stunde vor Acht betrifft“, sagte der Sprecher.

Gottschalk (61) hatte nach seinem Wechsel vom ZDF zur ARD am 23. Januar mit seiner vier Mal die Woche ausgestrahlten 19.20-Uhr-Show begonnen. Nach einer Einschaltquote von 4,34 Millionen Zuschauern zum Start sank der Zuspruch kontinuierlich und hat sich bei 1,5 Millionen Zuschauern eingependelt.

dpa

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