"Polizeiruf 110" spielt in der Tuningszene

Heiße Reifen in Magdeburg: So wird der neue "Polizeiruf" 

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Nächtliches Treffen der Gruppe „Le Magdeburg“. Leif Lebert (Karl Schaper, von links), Thore Reinhardt (Dirk Borchardt), Tommy Otto (Dennis Mojen), René „Renate“ Helms (Jeff Wilbusch), Henry Müller (Anton von Lucke) und Axel Zerbe (Gerdy Zint).

Publikumslieblinge sind Claudia Michelsen und Matthias Matschke als Magdeburger "Polizeiruf"-Kommissare noch nicht geworden. Ihr neuer Fall verspricht immerhin Tempo: Er spielt in der Raserszene. 

Die Magdeburger Hauptkommissare Dirk Köhler (Matthias Matschke) und Doreen Brasch (Claudia Michelsen) bilden bislang kein harmonisches Ermittlerpaar. Im „Polizeiruf 110: Crash“, am Sonntag, 20.15 Uhr, im Ersten haben sie es mit einem Fall aus der Tuning- und Raserszene zu tun.

Was ist der Ausgangspunkt des Krimis?

Eine junge Frau, Sara, kauft morgens um 3 Uhr an der Tanke eine Flasche Sekt. Sie hat Kopfhörer auf, hört Musik. Und wird von einem heranrasenden Auto erfasst. Ist die Bäckereifachverkäuferin das zufällige Opfer eines illegalen Autorennens? Oder wollte jemand Sara mit Absicht töten? Blöderweise haben die Straßenreiniger alle Spuren beseitigt. Die Polizisten ermitteln in einer Szene, die sie „Le Magdeburg“ nennen – nach dem Rennkurs von Le Mans.

Wie schlagen sich die so unterschiedlichen Kommissare?

Es gibt die eine oder andere Spitze zwischen Köhler und Brasch, über die Vorgehensweise sind sich die beiden nicht immer einig. Allerdings überlagern die Streitereien nicht die Lösung des Falls. Die Kommissarin knüpft die zarten Bande mit Polizeipsychologe Niklas Wilke (Steven Scharf) fester. „Sex, es geht immer um Sex“, sagt der irgendwann. Das gilt letztlich auch für diesen „Polizeiruf“ von Wolfgang Stauch (Buch) und Torsten C. Fischer (Regie).

Sollte man diesen Krimi einschalten?

Herausragend ist er ganz sicher nicht. Der Geschwindigkeitsrausch wird in vielen Facetten durchdekliniert – auch in der schwierigen juristischen Bewertung. Die Typen, die wie die Bekloppten über die leeren nächtlichen Straßen Magdeburgs heizen, sind sehr unterschiedlich gezeichnet – und teils arg klischeehaft, wie der reiche Schnösel Henry Müller (Anton von Lucke). Eine besondere Rolle spielt Ben Becker als verzweifelter Vater der jungen Toten.

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