Nach einer wahren Geschichte

"Banklady": Deutschlands „Bonnie & Clyde“

München - Deutschlands „Bonnie & Clyde“: Was nach einer Räuberballade klingt, ist die Verfilmung einer wahren Geschichte. Mit "Banklady" ist Christian Alvart ein actiongeladenes Drama gelungen.

Nicht alle Deutschen profitierten vom Wirtschaftswachstum der Fünfziger- und Sechzigerjahre. Die Hamburgerin Gisela Werler (Nadeshda Brennicke) malocht in einer Tapetenfabrik, lebt in ärmliche Verhältnissen bei den Eltern und träumt nur heimlich von Lippenstift, Nylonstrümpfen mit Naht und der Insel Capri. Über ihren Arbeitskollegen Uwe (Andreas Schmidt) lernt sie den charismatischen Bernd (Charly Hübner) kennen. Seinem Geheimnis, bei günstiger Gelegenheit Banken auszurauben, kommt die clevere Gisela bald auf die Spur. Sie bittet ihn, mitmachen zu dürfen, und für die nächsten Jahre halten die zwei als deutsche „Bonnie & Clyde“ die Nation in Atem.

Werlers Phantombilder zieren die Zeitungen: Eine Bankräuberin gab es schließlich noch nie. Dementsprechend fassungslos ist die Polizei. Nur der bei Scotland Yard ausgebildete Kommissar Fischer (Ken Duken) lässt sich nicht beirren. Klingt nach Räuberballade? Ist aber tatsächlich passiert.

Christian Alvart („Antikörper“) hat „Banklady“ als spannendes, actiongeladenes Drama inszeniert – detailreich und historisch genau ausgestattet. Das Produktionsdesign lässt die Sechzigerjahre gekonnt aufleben: mit VW Käfer, Pillboxhütchen, Tulpenlampen und Bankfilialen ohne Alarmanlagen.

ulf

Rubriklistenbild: © Stefan Erhard/StudioCanal/dpa

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