Am 15. März im ZDF

Der Bergdoktor: Warum die Folge „Getrennte Wege“ ein gebührender Abschluss der Staffel ist

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Siegfried Rauch (†) und Hans Sigl spielten gemeinsam in der ZDF-Serie „Der Bergdoktor“.

Die aktuelle Bergdoktor-Staffel nimmt ein dramatisches Ende: Tochter Lilli hat einen schweren Unfall und Martin Grubers Patientin riskiert ihr ihr Leben, um eine Abschiebung aus Deutschland zu verhindern. Das passierte in der letzten Bergdoktor-Folge.

Bergdoktor Martin Gruber wacht mit einem brummenden Kopf auf: Am Abend zuvor hatten er und die Apothekerin Frau Hochstetter endlich ihr erstes Date - inklusive viel Schnaps im „Wilden Kaiser“. Am Morgen danach muss Martin Gruber seiner Familie aber erst einmal die Nachricht überbringen, dass Onkel Ludwig nun doch in Ellmau bleibt und nicht wie erwartet nach Wien zurückkehren wird. In der letzten Folge hatte ihm Frau Doktor Fendrich mitgeteilt, dass die Kapazitäten der Klinik in Wien nicht ausreichen würden, um Ludwig zu behandeln und aus diesem Grund ihre Klinik die Behandlung übernehmen würde. Lisbeth ist davon überhaupt nicht begeistert und fleht ihren Sohn an, dass er das verhindern soll. Doch es gibt keine andere Möglichkeit, das muss auch Martin Gruber selbst feststellen. Als Onkel Ludwig dann aber fordert, wieder auf dem Hof arbeiten zu dürfen, weist er ihn vehement ab: Er solle dem Hof und Lisbeth ja nicht mehr zu nahe kommen!

Der Bergdoktor: Ludwig und Lilli geraten in einen schweren Unfall

Währenddessen wollen Ludwig und Lilli gemeinsam feiern, dass er nicht wieder zurück nach Wien muss. Auch sie fahren in den „Wilden Kaiser“, um dort den Abend zusammen zu verbringen. Auf dem Nachhauseweg geraten die zwei jedoch in einen schweren Unfall, vor allem Lilli wird stark verletzt. Ludwig saß am Steuer, als ihnen ein überholender Wagen entgegenkommt, er nicht mehr bremsen kann und der Wagen von der Fahrbahn abkommt. Aufgrund seiner Medikamente sollte Ludwig generell keinen Alkohol trinken und daran hielt er sich im „Wilden Kaiser“ auch - so scheint es zumindest. Doch Frau Hochstetter konnte beobachten, dass er kurz vor dem Einstieg in sein Auto unsicher auf den Beinen war. Als Martin Gruber das erfährt, wird er wütend: Hätte Ludwig überhaupt fahren dürfen?  

Patientin von Bergdoktor Martin Gruber möchte sich nicht behandeln lassen

Martin Grubers Patientin, Frau Kolas, steht vor einem großen, scheinbar unlösbarem Problem: Sie soll gemeinsam mit ihrer Tochter ausgewiesen werden, da sie seit sechs Jahren illegal in Deutschland lebt. Frau Kolas fiel damals auf eine Gruppe von Betrügern herein, die ihr falsche Papiere ausstellte. Aufgrund schwerer Symptome wird sie von Bergdoktor Martin Gruber behandelt - sie scheint an einer Blutarmut zu leiden. Doch ihre Blutwerte sind nicht ganz stimmig. Als Bergdoktor Martin Gruber Besuch von einem Vertreter der Ausländerbehörde bekommt, wird ihm klar, woher die Symptome seiner Patientin wirklich kommen. Das hilft ihm aber nicht viel: Diese stellt eine Patientenverfügung aus, um nicht mehr behandelt zu werden. Frau Kolas ist sich sicher, dass dies die einzige Rettung für ihre Tochter ist. Doch dann kommt eines zum anderen - ein Glück, dass Frau Kolas Tochter gut mit dem Sohn des Beamten der Ausländerbehörde befreundet ist...

„Getrennte Wege“: Flüchtlingsthema beim Bergdoktor

So greift nun „Der Bergdoktor“ auf seine eigene Art das Flüchtlingsthema auf. Es wird in der gesamten Folge zwar nicht klar, ob Frau Kolas und ihre Tochter überhaupt als Flüchtlinge nach Deutschland kamen - trotzdem lässt sie altbekannte Diskussionspunkte aufeinandertreffen. Der zentrale Dialog zwischen Vater und Sohn, also dem Beamten der Ausländerbehörde und dem Freund von Frau Kolas Tochter, wirkt dabei leider ziemlich gestelzt. Aus dem Vortrag des Vaters geht eigentlich nur hervor, dass die Beamten der Ausländerbehörde überlastet seien und an die vorhandenen Gesetze gebunden. Sein Sohn und auch Bergdoktor Martin Gruber sehen das jedoch anders - hier handle es sich um einen „Spezialfall“, sie beide appellieren an die moralische Verpflichtung des Beamten. Und so lenkt dieser schlussendlich ein, er lässt sich freiwillig versetzen und ermöglicht so eine Adoption für Frau Kolas Tochter. Für die Zuschauer wird jedoch nicht wirklich klar: Sollte dies eine Kritik am Ausländerrecht und dessen Ausführung sein oder schlichtweg ein besänftigendes „weiter so“ vor Bergdoktorkulisse? 

Drama und Bergdoktor-Flair: Ein gelungener Abschluss der Staffel

Das generelle TV-Erlebnis der Folge mindert das jedoch nicht zwingend: Schließlich sammeln sich in ihr die Dramatik und das Bergdoktor-Flair, die bereits die gesamte vergangene Staffel begleiteten. Die Folge ist ein gebührender Abschluss der Staffel und damit absolut sehenswert für alle Fans der Erfolgsserie.

Das Staffel-Ende vom Bergdoktor wird von einem traurigen Ereignis begleitet

Das Ende der siebten Bergdoktor-Staffel ist auch von einem traurigen Ereignis begleitet: Vergangene Woche verstarb überraschend Siegfried Rauch, der die Rolle des Dr. Roman Melchinger spielte. Das Team des Bergdoktors sowie des ZDF zeigte sich bestürzt und in tiefer Trauer über den Unfall ihres geschätzten Kollegen. In der kommenden Staffel wird er ihnen mit Sicherheit schmerzhaft fehlen. Gleichzeitig hinterlässt er eine große Lücke in der Arztpraxis von Doktor Martin Gruber. Dazu kommt, dass auch Doktor Grubers Arzthelferin, Frau Bornholm, in dieser letzten Folge ihre Kündigung und damit vermutlich auch den Abschied aus der Serie bekannt gegeben hat. Die Bergdoktor-Praxis wird sich in der kommenden Staffel also komplett neu aufstellen müssen.

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