Die Vorab-Kritik

Wie gut ist die neue Bergdoktor-Folge „Phantomschmerz“?

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Der Bergdoktor Hans Sigl.

Wie behandelt man einen Hypochonder, der wirklich krank ist? In dieser Folge steht selbst Bergdoktor Martin Gruber vor einem Problem. Und es wird mal wieder deutlich: Auch der Bergdoktor ist kein Heiliger. Die Vorab-Kritik zur neuen Folge.

Update vom 12. März 2018: Er spielte die Rolle des Dr. Roman Melchinger und kam bei einem Unfall am Sonntag ums Leben. Hier erfahren Sie, wie der "Bergdoktor" um Siegfried Rauch trauert.

Als Martin Gruber von seinem Patienten Michael Rösler angerufen wird, weil dieser über starke Schmerzen in der Brust klagt, erscheint der Bergdoktor genervt. Er kennt die Anrufe von seinem Patienten, die meistens ins Leere verlaufen. Michael Rösler ist Hypochonder und leidet damit an der ständigen Angst, seine nächste Krankheit nicht zu überleben. Diese Krankheit hat auch die Beziehung zu seiner Ex-Freundin Anna zerstört, die vor einigen Jahren nach München gezogen ist, um hier ihr eigenes Trachtengeschäft aufzumachen. Michael Rösler kann immer noch in Annas Haus wohnen - doch nun steht deren Firma vor dem finanziellen Aus und sie und ihre Geschäftspartnerin brauchen Geld, um ihr Trachtengeschäft wieder zum Laufen zu bringen. Als Anna nach Ellmau reist und Michael Rösler diese Nachricht überbringt, erleidet dieser kurz darauf einen Herzinfarkt. Später finden Martin Grubers Kollegen heraus, dass dies nicht sein erster Herzinfarkt war. Nachdem klar wird, dass Martin Röslers Leben ernsthaft gefährdet ist, kann sich sein Kollege Alexander Kauhweiler gegenüber Martin Gruber eine mahnende Spitze nicht verkneifen, schließlich hatte dieser den Herzinfarkt als Spinnerei seines Patienten abgetan. Umso mehr macht sich der Bergdoktor jetzt daran, herauszufinden, was seinem Patienten fehlt. 

Die neue Bergdoktor-Folge „Phantomschmerz“: Michael Grubers Patient leidet an Hypochondrie 

Außerdem plagt ihn aber der Gedanke, wie er seinem Patienten schonend seinen gesundheitlichen Zustand beibringen kann. „Wie erklärt man einem Hypochonder, dass er vermutlich schwer herzkrank ist?“, fragt er Alexander. Hier steht selbst Bergdoktor Martin Gruber vor einem Problem. Sein Kollege Alexander rät ihm: „Sag‘s ihm einfach.“

Bergdoktor Martin Gruber: Ein Mensch wie jeder andere

Anders als die Bergdoktoren vor ihm erscheint Doktor Martin Gruber nicht als Heiliger. Während allein seine komplizierte Familiengeschichte schon darauf anspielen soll, wird auch in diesem Fall wieder möglichst deutlich dargestellt: Der Bergdoktor ist auch nur ein Mensch. Es ist natürlich sehr zweifelhaft, wenn ein Arzt die Bedenken seines Patienten nicht ernst nimmt. Martin Gruber scheint im Lauf der Zeit jedoch schon unzählige Anrufe von Michael Rösler bekommen haben, die sich im Endeffekt als komplett unbegründet herausgestellt haben. Er kennt die Geschichte von Michael Rösler und er kennt seine Krankheit. Und auch wenn er es nicht sagt, wird dem Publikum in dieser Folge klar, dass auch der Bergdoktor selbst nicht besonders stolz auf seine Leichtfertigkeit in diesem Fall ist. Später spricht er Michael Rösler sogar die „exklusive Erlaubnis“ aus, dass er für ihn 24 Stunden am Tag erreichbar sei. Genau diese Menschlichkeit des Bergdoktors, gespielt von Hans Sigl, ist vielleicht das ganz große Erfolgsgeheimnis hinter der Serie

Auf dem Gruberhof: Kommt Lilli hinter das Geheimnis von Ludwig und Lisbeth?

Die Zuschauer der Bergdoktor-Serie wissen mittlerweile, warum Lisbeth unbedingt möchte, dass Ludwig (Christian Kohlund) aus Ellmau verschwindet. Zu Lebzeiten ihres verstorbenen Ehemanns hatten die beiden eine längere Affäre, Lisbeth spielte sogar mit dem Gedanken, ihren Mann für Ludwig zu verlassen. Das hat sie dem Rest der Familie aber nie erzählt, seit fünfundzwanzig Jahren schweigt sie hierüber. Doch ihre Enkeltochter Lilli, gespielt von Ronja Forcher, kommt den beiden langsam auf die Schliche. Sie kann sich nur nicht sicher sein, ob ihre Vermutung stimmt - denn weder Ludwig noch Lisbeth wollen ihr die Wahrheit verraten. Doch Lilli bleibt hartnäckig und es kommt zu einer Aussprache auf dem Gruberhof.

Die neue Folge vom Bergdoktor: Gibt es Hoffnung für Onkel Ludwig?

Überraschend berichtet Doktor Vera Fendrich Martin Gruber von einer neuen Behandlungsmethode, die für seinen Onkel Ludwig in Frage kommen würde und hohe Erfolgsquoten verzeichnen kann. Als sie dann auch noch hinzufügt, dass die Behandlung in Wien stattfinden soll, ist der Bergdoktor sofort begeistert. So könnte Onkel Ludwig auch nicht mehr in Ellmau bleiben und vielleicht wäre die ganze Aufregung auf dem Gruberhof dann endlich vorbei. Er schlägt seinem Onkel die neue Behandlungsmethode vor und ist sofort neugierig, wann dieser denn nun zurück nach Wien ziehen könnte. Es sieht alles danach aus, als wäre das die perfekte Chance, um endlich Ruhe in die Familienangelegenheit zu bekommen.

Als Doktor Fendrich dann jedoch erzählt, dass die Behandlung nun doch noch nicht in Wien, sondern in der Nähe von Ellmau stattfinden wird, ist dem Bergdoktor die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Es scheint, als würde sein Onkel also doch noch einige Zeit bei ihnen in Ellmau verbringen...

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