Bei Gottschalk: Berliner Schauspielschüler protestieren

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Berlin - Bei „Gottschalk live“ sind am Mittwochabend Dutzende Studenten der Berliner Schauspielschule „Ernst Busch“ für einen Neubau ihrer Einrichtung eingetreten.

„Seit 15 Jahren ist uns ein Bau versprochen worden“, sagte eine Studentin in der ARD-Vorabendsendung von Thomas Gottschalk. Die bisherigen vier Standorte der Schule seien marode, ein neues Haus müsse her.

Bevor Gottschalk am 7. Juni seine Vorabendshow beendet, gibt er weitgehend unbekannten Menschen die Möglichkeit, ihre Wünsche vorzutragen. Am Sonntag hatte einer der Schauspielstudenten mit Zwischenrufen in der ARD-Talkshow „Günther Jauch“ für Aufregung gesorgt - dadurch wurde der Streit über die Schauspielschule bundesweit bekannt.

Der Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses hat am vergangenen Freitag die bisherige Finanzplanung für die Hochschule wegen Mehrkosten abgelehnt. Die Studenten befürchten nun, dass der Neubau nicht verwirklicht wird, weil er womöglich teurer ist als die Sanierung der bisherigen Standorte. Im Haushaltsentwurf des rot-schwarzen Senats sind nach SPD-Angaben knapp 36,5 Millionen Euro für das Projekt vorgesehen. Die SPD-Fraktion lehnt den Plan in dieser Form ab, weil sie mit einer Kostensteigerung von 2 Millionen Euro verbunden sei.

„Wir wollen, dass dieser Beschluss noch mal gekippt wird“, sagte ein Student zur Entscheidung des Hauptausschusses. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) müsse sich außerdem zur Entscheidung seiner Fraktion positionieren. Bisher habe er die Anliegen der Studenten unterstützt, sagte der Schauspielschüler.

dpa

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