DSDS: Neue Jury-Kollegen für Bohlen

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DSDS-Chef-Juror Dieter Bohlen

Köln - Die Fernsehzuschauer haben am Samstag beim Finale der Castingshow “Deutschland sucht den Superstar“ die Wahl zwischen einem Liebespaar. Unterdessen hat Dieter Bohlen für die kommende Staffel grundlegende Änderungen angekündigt.

Zum achten Mal lässt RTL am Abend (ab 20.15 Uhr) einen “Superstar“ küren. Sarah Engels (18) aus Hürth bei Köln singt in der Finalshow gegen Pietro Lombardi (ebenfalls 18) aus Karlsruhe. Die beiden outeten sich kurz vor dem Halbfinale als Pärchen. Pietro ist eher tollpatschiger Clown für Stimmungshits, Sarah ein bisschen die kleine Diva mit großer Stimme für Balladen. Noch vor dem Finale sorgte Chef-Juror Dieter Bohlen (57) für Klarheit bei Fragen zur künftigen Jury.

Die DSDS-Juroren aller Staffeln - und die Sieger

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In der “Bild“-Zeitung vom Samstag kündigte er ein neues Team für die nächste Staffel an: “Ich habe gerne und professionell mit Patrick und Fernanda gearbeitet. Aber “DSDS“ ist auch deshalb so erfolgreich, weil es immer wieder Veränderungen gibt. Deshalb freue ich mich jetzt auf neue Kollegen.“ 2011 hatten neben Bohlen die gebürtige Brasilianerin Fernanda Brandao (28) und der Schweizer Sänger Patrick Nuo (ebenfalls 28) in der Jury gesessen.

DSDS: Von Superstars zu Superflops

Alexander Klaws (2003): Uaaah! Den Urwaldschrei hat Alexander Klaws drauf: Als Tarzan schwingt sich Alexander seit einem Jahr von Liane zu Liane – statt Konzerte zu geben, legte der 27-Jährige eine Musical-Karriere hin. Er war 2003 der erste Gewinner des Musikcastings. So einen wie ihn wird es wohl nie wieder geben: Keine Drogenprobleme, keine Hartz-IV-Vergangenheit, keine Gefängnisaufenthalte. Nebenbei arbeitet er mittlerweile an seinem fünften Album. © dpa
Elli Erl (2004): Sie ist bisher die einzige Frau, die von den DSDS-Fans zum Superstar gekürt wurde. Doch die Regensburgerin ist auch die einzige Gewinnerin, die keinen Nummer-1-Hit in den Charts platzieren konnte. Die 31-Jährige macht immer noch Musik, ihr Geld verdient sie aber mit einem normalen Beruf: Erl unterrichtet Realschüler. Ihre Erfahrungen im DSDS-Zirkus hat sie in einem autobiografischen Jugendroman verarbeitet: "Gecastet" erschien im März. © dpa
Tobias Regner (2006): Hart, laut, wild: Tobias Regner sollte damals das Image des Rockers verkörpern. Der 28-Jährige schlägt sich seit 2007 ohne Plattenvertrag durch, veröffentlichte vor gut einem Jahr mit seiner Band das kaum wahrgenommene Album "Kurz Unsterblich". Dieses Jahr folgt die Platte "Akustisch". Regner hat mit der Zeit mit dem RTL-Musikcasting komplett abgeschlossen, heute sagt der Sänger, dass er nie wieder zu einer Castingshow gehen würde. © dpa
Mark Medlock (2007): Nach dem Casting kletterten Mark Medlocks Singles "Now or never", "You can get it" und "Summer Love" jeweils auf Platz eins der Charts. Musikalisch ist er damit der erfolgreichste Superstar. Auch das 2010 veröffentlichte Album "Rainbow’s End" kam auf Platz drei. Eine gute Bilanz für den 32-jährigen Bohlen-Liebling, den RTL als abgehalfterten Arbeitslosen ohne Perspektive darstellte. © dpa
Thomas Godoj (2008): Stolz posierte Thomas Godoj vor zwei Jahren mit dem Echo – der Superstar von 2008 hat den wichtigen Musikpreis abgeräumt. Die erste Single "Love is you" kam auf Platz eins der Charts, doch bereits der Nachfolger "Helden gesucht" hievte sich mühsam auf Platz 12. Es wurde ruhiger um den heute 33-Jährigen. Er arbeitet immer noch als Musiker, tritt aber auf kleineren Bühnen und Festivals auf. Keine schlechte Karriere für den früheren Hartz-VI-Empfänger. © dpa
Daniel Schuhmacher (2009): Daniel wer? Der Gewinner der sechsten DSDS-Staffel verschwand so schnell aus dem Gedächtnis, wie er aufgetaucht war. Oder haben Sie noch seine Debütsingle "Anything but Love" im Ohr? Keines seiner folgenden Lieder schaffte es unter die Top 20. Trotzdem ist der 24-Jährige der Musik treu geblieben und will laut dpa im Sommer eine neue Single präsentieren. © dpa
ToMehrzad Marashi (2010): Mehrzad Marashi hatte es von Anfang an nicht leicht – musste er sich doch gegen DSDS-Rüpel Menowin durchsetzen. Seine Tour 2010 musste er abblasen. Zu wenig Fans wollten den heute 30-Jährigen auf der Bühne sehen. © dpa

Bohlen sagte außerdem zur “Bild“: “Es gibt zwei weitere Neuerungen, die “DSDS“ grundlegend ändern werden.“ Durchschnittlich 6,32 Millionen Zuschauer sahen die “DSDS“-Sendungen in diesem Jahr. Der Marktanteil bei den jüngeren Zuschauern (14 bis 49 Jahre) lag bei 32,2 Prozent - die achte Staffel ist damit die erfolgreichste seit der ersten 2002/2003.

Ob die Sendung weiterhin von Marco Schreyl (35) moderiert wird, ist unklar. In jedem Fall werde es neue Impulse geben, äußerte sich RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger vor dem Finale. 34 956 Männer und Frauen/Jungs und Mädchen hatten sich für die Staffel beworben. Es hatte Castings in 35 Städten in Deutschland, Österreich und in der Schweiz gegeben. Unter den Gewinnern fanden sich bislang fast nur Männer: Alexander Klaws, Tobias Regner, Mark Medlock, Thomas Godoj, Daniel Schuhmacher und Mehrzad Marashi. Nur die 2. Staffel gewann eine Frau: Elli Erl.

dpa

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