Weit vor dem Start

Boykott-Aufruf gegen Homo-Serie

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Produzent Ryan Murphy

New York - Die TV-Serie ist noch gar nicht auf dem Sender, aber ein konservativer US-Mütter-Verband protestiert schon jetzt lautstark gegen “The New Normal“.

Ein konservativer, amerikanischer Mütter-Verband hat zum Boykott einer geplanten Sitcom über homosexuelle Paare aufgerufen. Mit der für Anfang September geplanten Serie “The New Normal“ zersetze der US-Fernsehsender NBC Moral und Werte, teilte die Organisation “One Million Mums“ auf ihrer Webseite mit. “Millionen Amerikaner glauben sehr daran, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden sollte“, heißt es in der Mitteilung weiter. “Die Serie schadet unserer Kultur.“ Die Sitcom “The New Normal“ handelt von einem homosexuellen Paar, das auf der Suche nach einer Leihmutter ist, um seinen Kinderwunsch zu erfüllen.

Der Verband rief zum öffentlichen Protest gegen die Serie auf. Außerdem sollten Anzeigenkunden ihre Fernsehspots nicht in den Werbepausen der Serie zeigen. Produzent Ryan Murphy reagierte gelassen auf den Boykott-Aufruf. “Ich finde es interessant, dass sie eine Position ergreifen, bevor sie die Serie überhaupt gesehen haben“, sagte Murphy, der auch als Regisseur und Drehbuchautor arbeitet, US-Medienberichten zufolge vor Journalisten. “Ich glaube, wenn sie die Serie sehen würden, würden sie sie lieben.“ Der Mütter-Verband komme in der Sitcom nämlich vor. “Ihre Ansichten werden mit Sensibilität und einer gewissen Unersättlichkeit dargestellt.“ NBC äußerte sich zunächst nicht.

Golden-Globe-Gewinner Murphy hat bereits die Erfolgsserien “Nip/Tuck - Schönheit hat ihren Preis“ und “Glee“ ins Fernsehen gebracht. Außerdem schrieb er das Drehbuch für den Kinofilm “Eat, Pray, Love“ mit Schauspielerin Julia Roberts und führte auch Regie.

Die Organisation “One Million Mums“ gehört zum Amerikanischen Familien-Verband (AFA), der religiös-konservative Werte vertritt. Nach eigenen Angaben hat der Verband mehrere Millionen Unterstützer und ein jährliches Budget von etwa 14 Millionen Dollar (rund 11,5 Millionen Euro).

dpa

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