Kandidatin Lefert: "Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen."

Darum nehme ich bei "DSDS" teil - und ich niemals

+
Die Vellmarerin Natascha Lefert bei "DSDS"

Auf unseren offenen Brief an drei "DSDS"-Kandidaten haben wir zahlreiche Reaktionen bekommen. Hier äußern sich Teilnehmerin Natascha Lefert und Rockmusiker Mike Gerhold, der das Format verachtet.

Natascha Lefert hatte nicht erwartet, dass sie Post von uns bekommt. Vergangene Woche hatten wir der Schlagersängerin aus Vellmar und den beiden anderen heimischen Kandidaten, die gerade in der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" zu sehen sind, einen offenen Brief geschrieben. Wir hatten uns gefreut über ihre Musik-Leidenschaft, aber gefragt, warum sie ausgerechnet in Dieter Bohlens Unterhaltungssendung auftreten, in der es nur am Rande um Musik geht.

Lefert jedenfalls ist bei "DSDS" nur wegen der Musik, wie sie uns freundlich am Telefon erklärt, nachdem sie den Brief gelesen hat. "Ich nehme nicht daran teil, um prominent zu werden, sondern weil ich immer den Traum hatte, einen gelben Zettel zu bekommen", sagt die 31-Jährige. Den Zettel und die damit verbundene Qualifikation für den Recall hat Lefert nun. Sie weiß aber, dass sie noch lange kein Superstar ist. Bislang bekam die Helene-Fischer-Anhängerin lediglich positive Reaktionen auf ihre TV-Präsenz. ",DSDS' ist trotzdem nur der Einstieg, über alles andere entscheiden höhere Mächte", glaubt Lefert, die als Verkäuferin bei einem Juwelier arbeitet und als Sängerin bei Hochzeiten auftritt.

Natascha Lefert privat

Teilnehmer von früheren Staffeln wie die Kasselerin Romana Reiff klagen, es sei Wahnsinn, wie in dem Format mit Menschen umgegangen werde. Dass die Sprüche von Chef-Juror Dieter Bohlen gerade jungen Menschen weh tun können, ist auch Lefert bewusst. Darum sagt sie: "Man sollte ein gewisses Alter, einen gewissen Hintergrund und vielleicht auch einen Job haben, wenn man daran teilnimmt."

Für Mike Gerhold käme das hingegen nie infrage. Der Musiker aus Naumburg hat sich ebenfalls nach unserem "DSDS"-Brief gemeldet, der ihm "aus der Seele gesprochen" habe. Seit einem Vierteljahrhundert steht der Sänger und Gitarrist auf heimischen Bühnen. Zuletzt spielte der 41-Jährige gemeinsam mit Alvaro Crespo in der Band Rockhead - bis Crespo ausstieg. Nun ist der Kasseler ebenfalls als Kandidat bei "DSDS" zu sehen.

Seinem Ex-Kollegen und allen anderen Castingshow-Teilnehmern wünscht Gerhold viel Glück, er selbst will mit dem Genre jedoch nichts zu tun haben: "Wer die Musik liebt, sollte seine Seele weder an RTL noch an Bohlen verkaufen." Die Sendung lebe nur von Quote - "je verrückter und abartiger, umso besser". Von Bekannten wird Gerhold, der im vorigen Juni im Wolfhager Kulturzelt im Vorprogramm von Hardrock-Queen Doro Pesch auftrat und seiner Freundin dort vor 1000 Zuschauern einen Heiratsantrag machte, immer wieder gefragt, wann er sich bei "DSDS" bewerbe. "Ich bei ,DSDS' - niemals", versichert er: "Auf Dauer hat man nur Bestand, wenn man sich selbst treu bleibt."

Rockmusiker Mike Gerhold aus Naumburg.

In dieser Hinsicht ist er übrigens mit der "DSDS"-Kandidatin Lefert einer Meinung. "Man sollte sich immer treu bleiben. Ich habe nur auf meine Stimme und nicht auf Sex gesetzt", sagt die Blondine. Wie erfolgreich sie damit war, wird man ab März sehen, wenn RTL zeigt, wie sich die verbliebenen 33 Kandidaten im Recall geschlagen haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.