Manipulations-Skandal  

„Deutschlands Beste!“: Fernsehrat fordert Aufklärung

+
Johannes B. Kerner war der Moderator von "Deutschlands Beste".

Mainz - Der Skandal um die Fernsehshow „Deutschlands Beste!“ hat die Glaubwürdigkeit des ZDF nach Ansicht des Fernsehratsvorsitzenden Ruprecht Polenz beschädigt.

„Es geht nicht nur darum, dass gegenüber den dafür Verantwortlichen die notwendigen Konsequenzen gezogen werden. Es muss auch verlässlich sichergestellt werden, dass sich solche Vorgänge in Zukunft nicht wiederholen können“, sagte Polenz einer Sendermitteilung vom Montag zufolge. Der Vorfall sei sehr abträglich für die Glaubwürdigkeit des Zweiten.

Das ZDF hatte am 2. und 3. Juli in dem Zweiteiler „Deutschlands Beste!“ die angeblich nach Umfragen beliebtesten 50 Frauen und Männer vorgestellt. Am Freitag räumte der Sender ein, die Redaktion habe die Listen gezielt manipuliert. In die Show eingeladene Gäste seien im Ranking nach oben gestuft worden.

Polenz kündigte in einem Schreiben an alle Mitglieder seines Aufsichtsgremiums an, der Fernsehrat werde sich mit den Vorgängen befassen. Zunächst aber solle sich der zuständige Programmausschuss Programmdirektion der Sache annehmen, wie in der Mitteilung zu lesen steht. „Dabei soll dem Gremium genau erläutert werden, wie es zu diesen Manipulationen kommen konnte und wer wann davon gewusst hat.“

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.