Er will der „Sohn“ von 2pac Shakur sein

Diego bei DSDS 2018: Psychisch kranker Kandidat von Bohlen rausgeschmissen

+
DSDS 2018: Diego beim Auslands-Recall in Südafrika.

DSDS 2018: Kein Kandidat provozierte so wie Diego (28). Der psychisch Kranke behauptete, der Sohn von 2Pac zu sein. Chancen, der nächste DSDS-Superstar zu werden, hat er nicht mehr.

Update vom 08. April 2018: Die neue DSDS-Staffel läuft schon seit geraumer Zeit. Im letzten Auslands-Recall gab es nun eine riesige Überraschung und einen Desaster-Auftritt zweier Sängerinnen.

Update vom 1. April 2018: Das war‘s für Diego: Am Samstagabend (31. März) musste der DSDS-Kandidat seine Koffer packen. Seine Darbietung von "Wild Thoughts"(DJ Khaled feat. Rihanna) gefiel Jury-Titan Dieter Bohlen so gar nicht - und das ließ er den Musiker auch wissen. "Du singst jedes Mal dasselbe", schimpfte Bohlen. Diego spielte daraufhin mit dem Feuer: "Schmeiß‘ mich raus!", forderte er von Dieter Bohlen. Klar, dass der bei so einem überheblichen Verhalten nicht lange fackelte und Diego den Laufpass gab. „Ok, auf Wiedersehen“, sagte Bohlen - das Aus für Kandidat Diego.

München - Ist er´s oder ist er´s nicht? Der Superstar Kandidat Diego Marquez (Name von RTL geändert) aus Düsseldorf behauptet, der Sohn der Rap-Legende 2pac Shakur (auch Tupac Shakur) zu sein.

2pac wurde im Herbst 1996 in Las Vegas erschossen. Mit 25 Jahre könnte Diego allemal ein potentieller Nachkomme des Rap-Musikers sein, doch Beweise scheint es dafür nicht zu geben. Diego, der sich selbst als lebensfroh, lustig und humorvoll bezeichnet, hat jedoch eines gemeinsam mit dem Hip-Hopper: Er kann ausgezeichnet rappen. 

Diego bei DSDS 2018: Mit psychisch Krankem nach Südafrika?

Kaum ein anderer Kandidat bei DSDS 2018 polarisiert wie der unberechenbare Diego: Er provoziert, schäkert und macht sein Ding. Bereits bei seinem ersten Auftritt in der Sendung war klar: Diego ist ein Showman. Er rappte, sprang der Jury auf den Tisch und überzeugte mit seinem Gesamtpaket.

Auch klar war: Irgendwas scheint mit dem jungen Mann nicht zu stimmen, denn seine Story klingt diffus: In seiner Kindheit soll er von der Mafia in Brasilien gekidnappt und nach Deutschland verschleppt worden sein. Nun müsse er nach Amerika zurück. Ganz Los Angeles, ja Amerika kenne ihn. Weil: Er sei der Sohn von 2pac Shakur. Besser gesagt: Einer von 2pacs zahlreichen Söhnen. Spätestens jetzt schauten die DSDS-Juroren etwas verdattert drein. 

Immerhin legte Diego beim Casting mit "Rake It Up" von Yo Gotti und Nicki Minaj einen sensationellen Auftritt hin. Sprung auf den Jury-Tisch und Rückwärts-Salto inklusive. Keine Frage: Rappen kann er. Und ein Show-Talent ist Diego auch. Bei diesem Auftritt zeigte er erstmals seinen „Style“: Diego trägt seine Hose bevorzugt unter dem Po, was den Blick auf seine weiße Unterhose freigibt. 

Von den Juroren Carolin Niemczyk, Ella Endlich und Dieter Bohlen gab es ein „Ja“. Rap-Experte Mousse T. fand den Auftritt wenig professionell. Er kommentierte Diegos Weiterkommen mit „Harter Tobak!“ Möglicherweise meinte Mousse T. auch, dass man den Kandidaten vor sich selber schützen müsse. Diego meinte zu seinem Einzug in den Recall: „2pac wäre stolz auf mich.“

Video: Diegos erster Auftritt bei DSDS 2018

Diskussion um psychisch kranken Kandidaten Diego bei DSDS 2018

Gleich nach Diegos erstem Auftritt bei DSDS 2018 kochte in den Medien eine Diskussion hoch: Darf man einen offensichtlich psychisch kranken Kandidaten derart im Fernsehen präsentieren? Nach seinem Auftritt bei „Deutschland sucht den Superstar“ bestätigte Diego der Bild-Zeitung: „Ich lebe in einem Wohnheim für psychisch Erkrankte. Ich bin seit vier Jahren dort.“ Wie die Boulevardzeitung weiter berichtete, leidet Diego an einer Psychose, die durch Drogen ausgelöst worden sein soll.

Für RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer ist der Fall klar: Diego darf wegen seiner Krankheit nicht diskriminiert werden. Sie sagte der Bild: „Warum sollten wir jemandem das Recht auf Selbstbestimmung nehmen und ihm den Auftritt verbieten? Bei DSDS kann jeder mitmachen, egal wie er aussieht, ungeachtet des sozialen Hintergrunds, der kulturellen oder religiösen Wurzeln und unabhängig von körperlichen oder sonstigen Einschränkungen.“

Professorin Marlis Prinzing, Medienethikerin an der Hochschule Macromedia in Köln sieht es anders. Sie sagte dem Mediendienst Meedia: „Ich halte das alles für ethisch völlig unzumutbar.“ Mit Selbstbestimmtheit von psychisch Beeinträchtigten, wie RTL argumentiert, habe das nichts zu tun. „Das ist wie einst in der mittelalterlichen Schaustellerei, wo mit Menschen, die körperlich, geistig oder psychisch beeinträchtigt oder anders als andere waren, als Objekten allgemeiner Belustigung Geld verdient wurde.“

Mittlerweile hat sich auch die Graf Recke Stiftung, die Diego betreut, zu dem Fall geäußert - und widerspricht der Medienethikerin Prinzing klar: „Menschen mit psychischen Erkrankungen brauchen kein Mitleid, sondern Normalität“, sagt Pfarrer Markus Eisele, Theologischer Vorstand der Graf Recke Stiftung, in einer Pressmitteilung. „Wenn Inklusion und Teilhabe gesellschaftlich ernst genommen werden sollen, müssen sie im Alltag auch konsequent gelebt werden.“ Pfarrer Eisele wendet sich klar gegen eine Skandalisierung: „Nicht Diegos Teilnahme an einer Casting-Show ist das Problem, sondern dass unsere gesellschaftliche Realität immer noch zulässt, dass große Zeitungen und viele bei Facebook oder YouTube daraus einen Skandal machen und das unwidersprochen bleibt.“

Man kann sich nun streiten ob die Teilnahme eines psychisch kranken Mannes bei einer TV-Show geschmacklos ist oder oder nicht. RTL betont im Hinblick auf Diegos Teilnahme bei DSDS 2018: Alle Schritte werden mit dem Heim und den Betreuern abgesprochen. Sicher ist jedoch: Diego unterhält - und das nicht nur die Jury.

DSDS 2018: Diego zofft sich mit Kandidatin Matty 

Klar ist auch: Diego kann ein schwieriger Kandidat sein. Nach der Bewerbung im Casting ging es im Deutschland Recall weiter für den Rapper. Gemeinsam mit der Sängerin Matty sollte er den Rihanna Hit „Work“ einstudieren. Als Matty meinte, der Song sei zu leicht, dachte Diego, dass Matty ihm einen Vorwurf macht und der Meinung ist, dass er zu schlecht sei. Es kam zu einem mächtigen Zoff zwischen den beiden, den Juror Dieter Bohlen schlichten musste.

Ihren Auftritt haben Diego und Matty jedoch wunderbar gemeistert und haben super harmoniert. Die Strapazen zwischen den Teilnehmern in der Vorbereitung haben sich anscheinend gelohnt: Beide kamen in den Südafrika Recall

DSDS 2018 in Südafrika: „Diego ist unberechenbar!“

Nachdem Diego das Ticket für den Auslands-Recall in den Händen hielt, kam es abermals zu einem wirren Auftritt. Als Dieter Bohlen ihm eröffnete, dass es nach Südafrika geht, meinte Diego: „Ich wurde gekidnappt von Afrikanern.“ Bohlen versprach ihm einen Bodyguard. Mancher Zuschauer mag sich an dieser Stelle gefragt haben, ob es so sinnvoll war, dass RTL derart auf Diegos Wahnvorstellungen eingeht.

Unter der Sonne Afrikas kam es erneut zu einem Zwischenfall mit Diego. Gemeinsam mit Marc und Mario sollte er den Song „Get Lucky“ von Daft Punk einstudieren. Aber in den Vorbereitungen kam es zu großen Problemen untereinander.

Diego machte einfach sein Ding und zogdas durch, ohne auf die anderen zu achten. Sein Teamkollege Marc war der Meinung, dass Diego „unberechenbar“ sei und hatte Angst davor, dass Diego ihm seinen Auftritt stehlen würde. Diego und Marc haben gemeinsam mit Mario „Get Lucky“ von Daft Punk einstudiert. 

Diego bei DSDS 2018: Mit dem Bodyguard im Recall

Als die Kandidaten dann vor der Jury standen, war Diego halb nackt. Sein T-Shirt hatte er einem anderen Menschen geschenkt, der seiner Meinung nach viel weniger hat als er selbst. Lieber zitterte er, als das Shirt seines Team-Kollegen anzuziehen.

Neben Diego stand dann tatsächlich der von Dieter Bohlen versprochene, Bodyguard, der Diego während des Südafrika-Aufenthalts beistehen sollte

Als die Drei dann mit ihrer Performance begannen, übernahm Diego zwar die Show, ließ den anderen aber noch Platz um sich zu beweisen. Die DSDS-Jury war zwar der Meinung, dass es ein chaotischer Auftritt war, zeigte sich aber trotzdem begeistert von den Jungs. Auch wenn sich die Juroren von Diego unterhalten fühlten, fielt ihnen das egoistische Verhalten des 25-jährigen auf und gaben ihm eine letzte Verwarnung bevor sie ihn ihn die nächste Runde schickten.

DSDS 2018: Diego sorgt wohl weiter für Schlagzeilen

Schon während des Auftrittes war der Jury klar, dass dass die Drei in den Vorbereitungen nicht die beste Zeit ihres Lebens hatten, war aber sehr zufrieden mit dem Team. Alle kamen weiter in die nächste Runde. In den kommenden Sendungen werden wir sehen ob Diego nicht nur mit der Musik für Schlagzeilen sorgen wird, sondern auch mit seinem kurioses Auftreten. 

Reicht es Diego am Ende sogar zum Sieg bei DSDS 2018? Für RTL dürfte der außergewöhnliche Kandidat jedenfalls ein echter Quoten-Garant sein. Aber weiterhin unberechenbar bleiben...

Update 18.04., 16.40 Uhr: DSDS 2018: Kandidat Diego soll Vater niedergestochen haben

sms/fro

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.