Analyse: Dschungelcamp-Auftakt bringt RTL Traumquoten und viel Wahnsinn

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Beherztes Zugreifen: Moderatorin Sonja Zietlow (links) half an Tag zwei Sophia Wollersheim, denn in deren Dekolleté hatte sich während der täglichen Dschungelprüfung eine Kakerlake versteckt.

Die zehnte Staffel von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" will ein Knaller werden. Die Traumquote von Freitag gibt dem erst einmal recht, immerhin schalteten 7,6 Millionen ein.

Damit erreichte der Privatsender einen Marktanteil von 28 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen sogar von 42,3 Prozent.

Neue Regeln

Der Startschuss am Freitag verlief äußerst vielversprechend: kein Schampus, sondern Mineralwasser, Tussis, die mit High Heels den Dschungel erobern, und ein Topmodel, das mit viel Gusto Kakerlaken isst, so als wären es Mandeln. RTL bringt neuen Schwung ins Camp und trennt die Stars voneinander, lässt sie in Teams gegeneinander antreten.

Irren-Quote

Die diesjährige Irren-Quote unter den Stars übertrumpft die Vorjahre bei Weitem. Sie reicht von Gunter Gabriel, der den Dschungel mit nur einer Unterhose im Gepäck erobern will, bis zu TV-Coach Helena Fürst, die „Fürstin der Finsternis“, wie Sonja Zietlow und Daniel Hartwich sie nennen. Mit ihren Rastalocken mischt sie den Dschungel wie einen Frauenknast auf. Legt es in den ersten Tagen auf jede Menge „Konfros“ an. Nach zwei Tagen im Dschungel trägt sie im Netz den Spitznamen „Höllena“.

Auf Erfolg eingestellt

Auch an Tag zwei konnte das RTL-Pritschenlager mit 7,96 Millionen Zuschauern (Marktanteil 28,7 Prozent) an die Traumquoten von Freitag anknüpfen. Das ist weit entfernt vom vergangenen Jahr, wo die Camper rund um „Buchstabenfee“ Maren Gilzer im Schnitt von nur 3,78 Millionen Zuschauern gesehen wurden. Zuvor lagen die alljährlichen Ekelspiele bei 4,5 Millionen Zuschauern.

Dschungelgrößen

Vieles wird beibehalten: Tiefschürfende Gespräche am Lagerfeuer. Dort scheint der Wahnsinn zweier frisch gebackener Dschungelgrößen in diesem Jahr grenzenlos zu sein. Soap-Simpel David Ortega schwärmt am Samstag von seinem Kindheitstraum, der Medizin, und davon, „die Köpfe meiner Familie einzufrieren, damit die später mal wieder in Kontakt kommen“. Damit aber nicht genug: Schlager-Oldie Gunter Gabriel berichtet von seinem Treffen mit Johnny Cash. Mit dem kann Ortega nichts anfangen: „Johnny Cash ist jemand, der Geld macht.“

Thorsten Legat, das Alphatier im Camp „Snake Rock“, redet am anderen Ende des Dschungels auf Casting-Sternchen Menderes ein, der Sekunden zuvor beichtet, dass er mit 29 Jahren noch Jungfrau sei. Legat will nun dessen „Klötzchen in der Buxe“ therapieren.

Sophia Wollersheim knuddelt Kakerlaken, die dann eine Exkursion in ihr Dekolleté machen, und tratscht über den trinkenden Ehemann von der trockenen Alkoholikerin Jenny Elvers. Keine Größe, aber bald ein Publikumsliebling.

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