DSDS: Trotz Jury-Lob ist Thomas Pegram draußen

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Musste seine Koffer packen: Thomas Pegram

Köln - Die Jury mochte seine Performance, aber das reichte nicht. Nach der ersten DSDS-Motto-Show musste Thomas Pegram seine Koffer packen.

Die Zuschauerstimmen für den rotbebrillten Mann mit der Gitarre reichten einfach nicht. Dabei konnte er die Jury durchaus überzeugen. Seine ganz eigene Version des Michael Jackson-Hits "Man in the Mirrior" lobte Bruce Darnell mit den Worten: "Ich finde es wahnsinnig mutig, das Lied so zu singen." Natalie Horler sah das genauso: "Einfach toll! Du gehörst zwar mehr zu der ruhigen Sorte, aber solche Künstler brauchen wir auch." Poptitan Dieter Bohlen meinte sogar, Pegram habe "eine eigene Stilrichtung erfunden" - den "Latte Macchiato-Pop".

Eröffnet wurde die Show (Titel: "Hammer-Hits") von Superstar-Anwärterin Silvia Amaru. Sie sang "Domino" von Jessie J. und erntete Anerkennung für ihr "sexy Outfit" (Horler) und ihre stimmliche Leistung. Doch die Jury war sich auch einig: "Deinen Weg hast du noch nicht gefunden. Das ist noch zu austauschbar."

DSDS-Kandidat Kristof Hering spaltete mit seiner Darbietung des Matthias-Reim-Hits "Verdammt ich lieb dich" die Jury. Bruce Darnell: "Das war nicht die Performance, die wir sonst immer von dir bekommen." Natalie Horler hingegen fand ihn "absolut geil. Diesmal warst du eine Rampensau. Das habe ich bisher bei dir vermisst, jetzt war es da." Dieter Bohlen diagnostizierte kreativ und differenziert: "Am Anfang hattest du etwas Rhythmus-Gräten im Blut. Aber dann hast du dich gesteigert und mal so richtig rau gesungen." Sein Fazit: "Ein ziemlich gelungener Auftritt."

Joey Heindles Song "Hey, Soul Sister" von Train erntete dagegen Kritik. Bruce: "Ich habe etwas mehr von dir erwartet. Du kannst singen. Aber ich fand, das war ein bisschen schwer für Dich." Auch Natalie Horler fand's "ein bisschen wackelig." Dieter Bohlen redete wie gewohnt Klartext: "Für einen Kindergeburtstag war das geil, für eine Schallplattenaufnahme war das scheiße!" Die RTL-Zuschauer wählten Heindle trotzdem in die nächste Runde.

Vanessa Krasniqis Version von Adeles "Rolling In The Deep" begeisterte die komplette Jury. "Du hast wirklich eine von den besten Stimmen hier", fand Bruce Darnell, Natalie Horler ergänzte: "Ich habe manchmal das Gefühl, dass du gar nicht weißt, wie gut du bist. Behalte dir diesen Charme bei, das tut dir gut. Die Leistung wird langsam schwer zu toppen. Hammer!" Auch Dieter Bohlen hat nichts zu meckern: " Großes Kompliment an dich!"

Casting-Shows: Was wurde aus den Gewinnern?

Mehrzad Marashi gewann die siebte Ausgabe von DSDS, in deren Finale er sich gegen Menowin Fröhlich durchsetzte. Sein eigens für ihn komponierter DSDS-Song "Don't Believe" erreichte zwar Platz eins in den deutschen Charts. Doch danach hielt sich auch sein Erfolg in Grenzen. Eine geplante Tournee im August 2010 musste wegen zu geringer Nachfrage abgesagt werden. Ende 2011 veröffentlichte er digital die Single "Eine Nacht", jedoch erreichte diese keine Chartplatzierung © dpa
Der Gewinner der 6. Staffel von Deutschland sucht den Superstar, Daniel Schumacher, kündigt für das Frühjahr 2012 sein drittes Album an. © dpa
Hätten Sie sie erkannt? Florence Joy ist die „Star Search“ Gewinnerin 2004. Nach einem Plattenvertrag mit Universal Musik machte sie weiter Musik. Daneben trat sie im Fernsehen auf. Seit 2008 ist die junge Sängerin verheiratet. © dpa
Star Search kürte gleich mehrere Gewinner. Maureen Sauter war das beste Model. Gehört hat man von einer großen Laufsteegkarriere nichts. © dpa
Star Search Gewinner 2004. (v. Links) Oliver Beerhenke (Comedian), Maresa (Music Act 10-15), Oliver Tienken (Model), FlorenceJoy Büttner und Moderator Kai Pflaume © dpa
Sie waren die Gewinner der ersten Castingshow im Deutschen Fernsehen. No Angels landeten danach mit „Daylight in your Eyes“ ihren ersten großen Hit. Anfänglich lief Popstars auf RTL2. Die Truppe hat sich inzwischen getrennt, wieder zusammengetan - ein Ende ist nicht in Sicht. © dpa
Jessica Wahls ist inzwischen Mutter, wurde für den Playboy abgelichtet und hat für Neckermann ihre eigene Modelinie „Mäuselinchen“ entworfen. © dpa
Lucy Diakowska outete sich als „Lesbe“. Sie verfolgt erfolgreich ihre Solokarriere. Neben Musicalauftritten singt sie für Disney. © dpa
Mit den No Angels hat sie ein neues Album herausgebracht: Nadja Benaissa. © dpa
Sandy Mölling ist alleinerziehende Mutter und arbeitet als Moderatorin. Zuletzt war sie auf SAT1 zu sehen. © dpa
Alexander Klaws ist der erste DSDS - Gewinner. 2004 setzte er sich gegen die Konkurrenten durch. So richtig wollte es mit der Musikkarriere nicht klappen. Heute singt er in Musicals. © dpa
Thomas Godoj gewann 2008 bei DSDS. Er arbeitet als Sänger und geht demnächst auf Tour. © dpa
Tobias Regner - nach seinem Sieg 2006 ist er immer noch im Musikgeschäft. Zuletzt spielte er auf einem Konzert gegen Kinderarmut. © dpa
Auch für die Gewinnerin von 2004 blieb die ganz große Karriere ein Traum. Elli Erl spielt heute in Clubs und Cafés. © dpa
Vincent Raven wollte der neue Uri Geller werden. 2008 gewann er die gleichnamige Show. Er tritt gemeinsam mit seinem Raben Corax als Magier auf. Auf seiner Homepage findet man alles rund um die Magie. © dpa
Er gewann beim Star Search 2003 einen Plattenvertrag. Sein Lied “Angel of Berlin“ landete auf Platz 1 der Charts. Danach wurde es ruhig um ihn. Jetzt rechnete er mit dem Castingwahn ab. “Sex, Drugs & Castingshows“ erschien im September 2009 als Buch. Im Januar 2012 zog Kesici in den RTL-Dschungel - und zog nach wenigen Tagen freiwillig wieder aus. © dpa
2002 hieß der Gewinner bei den Popstars Bro`sis. Nach der Trennung 2006 und dem gescheiterten Comback 2008 hat man von der Gruppe nicht mehr viel gehört. © dpa
Giovanni Zarella blieb zumindest im Gespräch. Die Schwangerschaft seiner Frau, Jana Ina, wurde als Doku-Soap auf Pro7 gezeigt. © dpa
Monrose gewannen 2006 bei den Popstars. Inzwischen hat sich die Girlie-Band getrennt. Ihre CD “Walking away“ erschien erst gar nicht auf dem Markt. Trotzdem erhielten sie den “Comet2009“ als „Beste Band“ © dpa
Sie gewannen 2004 bei Popstars und trennten sich 2005 und versuchen sich, erfolglos, als Solokünstler. Markus Grimm schrieb gemeinsam mit Martin Kesici, „Sex, drugs & Castingshows“. © dpa
Overground waren 2003 die Gewinner bei Popstars. Die Gruppe gibt es heute noch. Seit der Sänger, Fabrizio Levita, die Band verließ, hört man kaum noch etwas von ihnen. © dpa
Gleichzeitig mit Overground wurde bei Popstars 2003 die sexy Girlband Preluders gefunden - sie verdrehten bis 2006 den Jungs die Köpfe. Wegen mangelnden Erfolgs lösten sie sich auf. © dpa
Vor einem Jahr gewannen „Queensberry“ bei den Popstars. 2009 wurden sie mit einem „Comet“ ausgezeichnet. © dpa
2007 hießen die Gewinner Room2012. Ihr letztes Album erschien 2008. Nebenbei nahmen sie bei Castingshows wie Stefan Raabs „SSDSSSWEMUGABRTLAD“ teil. © dpa
Was Stephan Raab anfasst hat Erfolg. 2004 gewann Max Mutzke bei „SSDSGPS“. Auch heute feiert er noch mäßigen Erfolg. © dpa
Bei „SSDSDSSWEMUGABRTLAD“ gewann Stephanie Heinzmann. In diesem Jahr wurde sie mit dem „Comet“ ausgezeichnet. Als beste Sängerin. © dpa
Barbara Meier wurde 2007 „Germany´s Next Top Model“. Sie ist inzwischen „Eine“ von vielen. Demnächst möchte sie nach New York. © dpa
Jennifer Hof gewann 2008. Von einer ganz großen Modelkarriere keine Spur. Hier beim Musical „Tanz der Vampire“ © dpa
Lena Gercke ist die erste Gewinnerin von Germany´s next Top Model. 2006 war die Idee noch frisch und neu. Sehnte man sich doch nach einer Nachfolgerin für Claudia Schiffer oder Heidi Klum, die inzwischen Mütter sind. © dpa
Sara Nuru ertrug eine Menge in der Staffel 2009. Größtes Vorurteil in den Shows war, dass dunkelhäutige Models sich nicht wirklich durchsetzten könnten. Sara hat jetzt die Chance, ihnen das Gegenteil zu beweisen! © dpa
Eddie Leo Schruff (Mitte) gewann 2003 bei „Die Deutsche Stimme“ vom ZDF. Heute arbeitet der ehemalige Sportlehrer mit Kindern. Singen gehört aber nach wie vor zu seinen Leidenschaften. © dpa
Michael Hirte war der Gewinner in „Supertalent 2008“. Heute ist er bekannt als „Mann mit der Mundharmonika“. Meist gibt er Weihnachtskonzerte und tingelt durch Deutschland. © dpa
Dennis Jauch gewann 2007 in „You Can dance“ auf Sat1. Er unterrichtet heute in der elterlichen Tanzschule. © dpa
„Ich Tarzan, du Jane“ - hinter dem nicht besonders intelligenten Titel verbarg sich eine gute Idee. Anton Zetterholm und Elisabeth Hüber gewannen in der Castingshow, ihre Rollen in dem Disneymusical „Tarzan“ © dpa
Für „Wickie und die starken Männer“ wollte Michael „Bully“ Herbig Gesichter, die unbekannt sind, aber den Zeichentrickfiguren entsprechen. In seiner Castingshow hat er sie gefunden. Jörg Moukkadam (v. links), Mike Maas, Christian Koch, Nic Romm, Partick Reichel und Olaf Krätke. © dpa
So berühmt wollten sie werden: Kenny (2005), U_gin (2006), Dennis (2007) und Georgina (2008) gewannen bei ViVa den „Dance Star“. Wie weggezaubert, Jan Becker. Er gewann bei Uri Geller 2009. Auch von Pierre, der 2002 bei RTL II zum „Teenstar“ wurde, hörte man nichts mehr. © dpa
Bald ein alter Schuh? „Energetix, die   „Germany´s next Showstars“ wurden, müssen sich noch beweisen. Fame Academy Gewinner, „Become One“ schafften es nicht. Sabrina Frank hat in (Mission) Hollywood noch nicht Fuß gefasst. Die Einschaltquoten bei RTL waren schlecht. © dpa
Auch KI.KA zog mit. Die Gewinner „Beste Stimme“ Selina (2006) und Jenny (2007) dürfen irgenwann beweisen, wie gut sie sind. Besser hoffentlich als Ricardo Marinello, er gewann 2007 beim „Supertalent“ und....verschwand aus der Öffentlichkeit (Symbolbild). © dpa

Ähnlich abräumen konnte auch Superstar-Anwärter Jesse Ritch mit "So Sick" von Ne-Yo. Natalie Horler fiel bei Jesse vor allem die "soulige, angenehme Stimme" auf. Außerdem lobte sie, dass Jesse trotz Erkältung selbst die höchsten Noten perfekt getroffen hat. "Ich bin ganz, ganz stolz auf dich". Dieter Bohlen fragte sich: "War es saustark oder war es arschgeil? Ich glaube von beidem etwas. Du gehörst zu DSDS!" Bruce Darnell aktivierte gar wieder einmal die Tränendrüse: "Ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich sagen kann. Du bist so toll! Deine Stimme geht bis zum Himmel. Die geht bis da!" Dabei stand er auf, stellte sich weinend auf den Jury-Tisch und zeigte in Richtung Studiodecke…

Daniele Negroni machte einen auf Sean Kingston. Seine "Beautiful Girls" konnten die Jury aber nicht begeistern. Bruce Darnell: "Ich fand, das war genau dieselbe Nummer von letzter Woche. Das war kein großer Unterschied. Das hat mir nicht gut gefallen." Natalie Horler fand Danieles Auftritt aus dem gleichen Grund "nur OK", Dieter Bohlen sah es ähnlich, ergänzte aber für seine Verhältnisse erstaunlich pädagogisch wertvoll: "Ich hoffe, dass wenn man dir in den Arsch tritt, du den Schwung aufnimmst und in der nächsten Show wieder Gas gibst."

Fabienne Rothe punktete mit ihrer Performance von "Wovon sollen wir träumen" (Frida Gold) auf ganzer Linie bei der DSDS-Jury: "Super gerockt heute, du siehst super aus, tolle Performance, sehr gut", fasste es Bruce Darnell kurz und knapp zusammen.

Schrecksekunde bei Hamed Anousheh! Bei "You Give Me Something" von James Morrison verpatzte der Superstar-Anwärter seinen Einsatz, fing sich dann aber wieder. Bruce Darnell sah über den Fehler hinweg: "Du hast alles, was man haben muss, um ein Star zu sein." Natalie Horler gab Anousheh den Tipp: "Lass dich nicht verunsichern, wenn so etwas mal passiert, denn du bist wirklich einer der talentiertesten Leute hier." Das fand auch Dieter Bohlen, der "eine Woche Psycho-Training " empfahl, denn: "Du brauchst keinen Vocal-Coach, sondern jemanden, der sich um deine Birne kümmert. Du bist so nervös, dass du dir in die Hose scheißt."

Last but not least: Der Auftritt von Luca Hänni. Er sang "Baby Can I Hold You" von Boyzone. "Super! Toll! Ich brauche gar nicht mehr zu sagen", lautete das Urteil von Bruce Darnell. Natalie Horler schwärmte: "Deine Stimme lebt einfach von deinem sanften Klang, den du hast. Das ist sehr angenehm." Und Dieter Bohlen lobte: "Das sah aus, als ob du schon 20 Jahre auf der Bühne stehst. Du hast auch eine große Zukunft. Ich glaube, das klappt."

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