88. Academy Awards

Endlich der Oscar für Leonardo DiCaprio, "Spotlight" bester Film

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Leonardo DiCaprio (2.v.r) und Brie Larson (2.v.l.) erhielten den Oscar für die besten Hauptrollen, Mark Rylance (l) und Alicia Vikander (r) für die besten Nabenrollen.

Los Angeles - Nach sechs Nominierungen durfte er ihn endlich in den Händen halten: Leonardo DiCaprio hat den Oscar für die beste männliche Hauptrolle gewonnen. Brie Larson wurde als beste Schauspielerin ausgezeichnet.

Der Missbrauchthriller „Spotlight“, das Rachedrama „The Revenant - Der Rückkehrer“ mit Leonardo DiCaprio und das Actionspektakel „Mad Max: Fury Road“ sind die großen Gewinner der Oscar-Verleihung. „Spotlight“ wurde von der US-Filmakademie zum besten Film des Jahres gewählt und erhielt außerdem die Trophäe für das beste Original-Drehbuch. Der Film erzählt die wahre Geschichte der Aufdeckung eines Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche durch ein Reporterteam. Hier der Live-Ticker der Oscar-Nacht zum Nachlesen.

Zweiter Oscar für Alejandro González Iñárritu

Mit dem bildgewaltigen Abenteuerepos „The Revenant“ konnte sich Hollywoodstar DiCaprio als Hauptdarsteller den ersten Oscar seiner Karriere sichern. Der Mexikaner Alejandro González Iñárritu wurde zum zweiten Mal in Folge als bester Regisseur ausgezeichnet. Außerdem gab es den dritten Oscar hintereinander für den mexikanischen Kameramann Emmanuel Lubezki.

Oscars 2016: Das sind die wichtigsten Gewinner

epa05186530 Alicia Vikander holds the Oscar for Best Supporting Actress for &#39The Danish Girl&#39 in the press room during the 88th annual Academy Awards ceremony at the Dolby Theatre in Hollywood, California, USA, 28 February 2016. EPA/PAUL BUCK +++(c) dpa - Bildfunk+++
Beste Nebendarstellerin: Alicia Vikander ("The Danish Girl").  © dpa
Charles Randolph (L) and Adam McKay accep their awards for Best Adapted Screenplay, The Big Short on stage at the 88th Oscars on February 28, 2016 in Hollywood, California. AFP PHOTO / MARK RALSTON
Charles Randolph (L) and Adam McKay schrieben das Drehbuch für "The Big Short". © afp
Actress Brie Larson accepts her award for Best Actress, Room on stage at the 88th Oscars on February 28, 2016 in Hollywood, California. AFP PHOTO / MARK RALSTON
Beste Hauptdarstellerin: Brie Larson ("Raum"). © afp
"Mad Max: Fury Road" director George Miller, nominated for Best Director and Best Picture, arrives for the 88th Oscar Nominees Luncheon in Beverly Hills, California, February 8, 2016. / AFP / ROBYN BECK
"Mad Max: Fury Road"-Regisseur George Miller. Sein Streifen heimste die meisten Oscars ein. © afp
Director Alejandro Gonzalez Inarritu accepts his award for Best Director in The Revenant on stage at the 88th Oscars on February 28, 2016 in Hollywood, California. AFP PHOTO / MARK RALSTON
Bester Regisseur: Alejandro Gonzalez Inarritu ("The Revenant"). © afp
Director Pete Docter (R) and Jonas Rivera accept their award for Best Animated Feature, Inside Out at the 88th Oscars on February 28, 2016 in Hollywood, California. AFP PHOTO / MARK RALSTON
Pete Docter (R) and Jonas Rivera, die Macher von Pixars "Inside Out". © afp
HOLLYWOOD, CA - FEBRUARY 28: Singer-songwriter Lady Gaga performs onstage during the 88th Annual Academy Awards at the Dolby Theatre on February 28, 2016 in Hollywood, California. Kevin Winter/Getty Images/AFP== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
Lady Gaga sorgte für Gänsehaut mit ihrem Song zum Thema sexuelle Gewalt. © afp
Composer Ennio Morricone poses with the Oscar for Best Original Score, "The Hateful Eight," in the press room during the 88th Oscars in Hollywood on February 28, 2016. AFP PHOTO/FREDERIC J. BROWN
Ennio Morricone schrieb den Soundtrack zu Tarantinos "The Hateful Eight".  © afp
HOLLYWOOD, CA - FEBRUARY 28: Actor Mark Rylance, winner of Best Supporting Actor for 'Bridge of Spies,' poses in the press room during the 88th Annual Academy Awards at Loews Hollywood Hotel on February 28, 2016 in Hollywood, California. Jason Merritt/Getty Images/AFP== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
Bester Nebendarsteller: Mark Rylance ("Bridge of Spies"). © afp
Actor Leonardo DiCaprio accepts the award for Best Actor in,The Revenant on stage at the 88th Oscars on February 28, 2016 in Hollywood, California. AFP PHOTO / MARK RALSTON
Bester Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio ("The Revenant"). © afp
Blye Pagon Faust (L) looks on as Nicole Rocklin speaks as the production team and cast members of Spotlight accept the award for Best Picture on stage at the 88th Oscars on February 28, 2016 in Hollywood, California. AFP PHOTO / MARK RALSTON
Die Macher des Besten Films des Jahres, "Spotlight". © afp

„Mad Max“ räumte zwar die meisten Oscars in diesem Jahr ab, allerdings keinen in den Königskategorien. Sechs Trophäen gewann der rasante Film: für das Kostüm- und das Produktionsdesign, für den Film- und den Tonschnitt, die Tonmischung sowie Make-up/Frisurenstyling.

Bekam den Oscar als beste Schauspielerin: Brie Larson.

Bei den Hauptdarsteller-Preisen setzten sich die Favoriten durch: neben DiCaprio die 26-jährige Brie Larson. Sie wurde für ihre Darstellung einer aufopferungsvoll kämpfenden Mutter in dem Entführungsdrama „Room“ („Raum“) geehrt. Mit den Auszeichnungen für die besten Nebendarsteller überraschte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences Arts hingegen das Publikum: Die Schwedin Alicia Vikander und der britisch-amerikanische Schauspieler Mark Rylance bekamen ihre ersten Oscars. Die 27-jährige Vikander erhielt die Auszeichnung für ihre Rolle in dem Transsexuellendrama „The Danish Girl“. Rylance wurde für sein Spiel in dem Steven-Spielberg-Film „Bridge of Spies - Der Unterhändler“ ausgezeichnet.

Moderator Chris Rock verteilt böse Spitzen

Nahm kein Blatt vor den Mund: Oscar-Moderator und Schauspieler Chris Rock.

Den größten Gesprächsstoff dieser 88. Verleihung lieferte jedoch der schwarze Moderator Chris Rock. Die Awards seien auch als die „Preise der Weißen“ bekannt, sagte der 51-Jährige - gekleidet in einen weißen Anzug. Eine Anspielung auf die Kontroverse um die diesjährigen Nominierungen - in den wichtigsten Kategorien waren keine Afroamerikaner unter den Oscar-Kandidaten. Im Internet lief die lebhafte Debatte unter dem Hashtag #OscarsSoWhite.

Doch bei Anspielungen beließ es Rock nicht - er wurde deutlicher: „Warum protestieren wir aber? Warum bei diesen Oscars?“ Diese ganze „Keine Schwarzen“-Sache habe es schon mehr als 70 Mal gegeben. „Da gab es aber keine Proteste“, sagte Rock mit Verweis auf die 50er und 60er Jahre. „Wir waren damit beschäftigt, vergewaltigt und gelyncht zu werden. Wenn deine Großmutter an einem Baum hängt“, dann sei einem egal, was die beste Dokumentation sei. Das Thema zog sich durch die gesamte Gala und wurde immer wieder aufgegriffen, vor allem von Chris Rock, aber auch von einigen anderen Filmgrößen.

Die schönsten Roben und die Styling-Sünden der Oscar-Nacht

Schaute etwas mürrisch: Schauspielerin Olivia Wilde.
Schaute etwas mürrisch: Schauspielerin Olivia Wilde. © AFP
Charlize Theron kam im feuerroten Abendkleid.
Fiel auf: Charlize Theron kam im feuerroten Abendkleid. © AFP
Hat da ein lila Socken in der Wäsche abgefärbt? Heidi Klums Kleid erinnerte irgendwie an ein Gardine...
Hat da ein lila Socken in der Wäsche abgefärbt? Heidi Klums Kleid erinnerte irgendwie an ein Gardine... © AFP
Kein Fleischkleid, vergleichsweise normal: Sängerin Lady kam trägerlos...
Kein Fleischkleid, vergleichsweise normal: Sängerin Lady kam trägerlos... © AFP
Recht unauffällig: TV-Star Maria Menounos.
Recht unauffällig: TV-Star Maria Menounos. © AFP
Dann mach ich mir 'nen Schlitz ins Kleid: Schauspielerin Megalyn Echikunwoke.
Dann mach ich mir 'nen Schlitz ins Kleid: Schauspielerin Megalyn Echikunwoke. © AFP
Ist das grün? Schaupielerin Cate Blanchett.
Ist das grün? Schaupielerin Cate Blanchett. © AFP
Das ist grün! Rachel McAdams zeigt Bein.
Das ist grün! Rachel McAdams zeigt Bein. © AFP
Sehr brav: Emily Blunt in ihrer Robe.== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
Sehr brav: Emily Blunt in ihrer Robe. © AFP
Rote Haare, irgendwas Grünes, passt: Sophie
Rote Haare, irgendwas Grünes, passt: Sophie Turner. © AFP
Lila Hingucker: Reese Witherspoon.
Lila Hingucker: Reese Witherspoon. © AFP
Tarnkleid in Hautfarbe: Jennifer Jason Leigh.
Tarnkleid in Hautfarbe: Jennifer Jason Leigh. © AFP
Ausschnitt fast bis zum Bauchnabel: Schauspielerin Jane Wu.
Ausschnitt fast bis zum Bauchnabel: Schauspielerin Jane Wu. © AFP
Viel Stoff hintendran: Schauspielerin Priyanka Chopra.
Viel Stoff hintendran: Schauspielerin Priyanka Chopra. © AFP
Hat ihren ganz eigenen Stil: Charlotte Rampling.
Hat ihren ganz eigenen Stil: Charlotte Rampling. © AFP
Das enge Grüne: Saoirse Ronan
Das enge Grüne: Saoirse Ronan. © AFP
Stilsicher: Naomi Watts.WEISS
Stilsicher: Naomi Watts. © AFP
Hat sich vor der Kleiderwahl auch nicht den Hintergrund angeschaut: Rooney Mara.MACON
Hat sich vor der Kleiderwahl auch nicht den Hintergrund angeschaut: Rooney Mara. © AFP
Mit dem langen Schwarzen liegt man nie danaben: Jennifer Garner.MACON
Mit dem langen Schwarzen liegt man nie danaben: Jennifer Garner. © AFP
Kerry Washington trug (fast) genau die Fraben der Deko.
Kerry Washington trug (fast) genau die Farben der Deko. © AFP
Mit wallender Robe: Julianne Moore.
Mit wallender Robe: Julianne Moore. © AFP
Goldig: Margot Robbie.MACON
Goldig: Margot Robbie. © AFP
Etwas unglückliche Pose: Kate Winslet.
Etwas unglückliche Pose: Kate Winslet. © AFP
Mädchenhaft: Isla Fisher.
Mädchenhaft: Isla Fisher. © AFP
Knallorange fällt auf: Olivia Munn.
Knallorange fällt auf: Olivia Munn. © AFP
Guckt mal von hinten! Comendian Sarah Silverman.
Guckt mal von hinten! Comendian Sarah Silverman. © AFP
Sehr ähnliches Kleid wie Reese Witherspoon: Schauspielerin Tina Fey.
Sehr ähnliches Kleid wie Reese Witherspoon: Schauspielerin Tina Fey. © AFP
Viel Haut, wenig Stoff: Jennifer Lawrence war ein Hingucker.
Viel Haut, wenig Stoff: Jennifer Lawrence war ein Hingucker. © AFP

Keine Deutschen unter den Oscar-Preisträgern

Die deutschen Oscar-Hoffnungen wurden enttäuscht. Der Berliner Setdekorateur Bernhard Henrich war in der Kategorie Produktionsdesign nominiert - den Oscar erhielt „Mad Max“. Und Regisseur Patrick Vollrath aus Niedersachsen gehörte mit seinem Werk „Alles wird gut“ zu den Nominierten in der Kategorie Kurzfilm“ - den Oscar räumte jedoch der britische Film „Stutterer“ ab.

Musik-Oscar für Ennio Morricone

Die beiden Drehbuch-Oscars gingen an den Missbrauchsthriller „Spotlight“ (Originaldrehbuch) sowie den Finanzthriller „The Big Short“ für das beste adaptierte Drehbuch. Die Pixar-Produktion „Alles steht Kopf“ wurde als bester Animationsfilm ausgezeichnet, der Film „Ex Machina“ für die besten Spezialeffekte. Den besten Filmsong lieferten Jimmy Napes und Sam Smith mit „Writing's On The Wall“ für den James-Bond-Film „Spectre“ ab. Der 87-jährige Ennio Morricone erhielt für seine Kompositionen zum Quentin-Tarantino-Western „Hateful 8“ seinen ersten Musik-Oscar.

Die Gewinner der 88. Oscar-Verleihung

Bester Film: „Spotlight“ (Regie: Thomas McCarthy)

Regie: Alejandro González Iñárritu für „The Revenant - Der Rückkehrer“

Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio („The Revenant“ - Der Rückkehrer“)

Hauptdarstellerin: Brie Larson („Room“)

Nebendarstellerin: Alicia Vikander („The Danish Girl“)

Nebendarsteller: Mark Rylance („Bridge of Spies - Der Unterhändler“)

Nicht-englischsprachiger Film: „Son of Saul“ (Regie: László Nemes)

Kamera:  Emmanuel Lubezki für „The Revenant - Der Rückkehrer“

Original-Drehbuch: Thomas McCarthy und Josh Singer für „Spotlight“

Adaptiertes Drehbuch: Charles Randolph und Adam McKay für „The Big Short“

Schnitt: Margaret Sixel für „Mad Max: Fury Road“

Filmmusik: Ennio Morricone für „The Hateful 8“

Filmsong: „Writing's On The Wall“ aus dem Film „Spectre“, Musik und Text von Jimmy Napes und Sam Smith

Produktionsdesign: Colin Gibson und Lisa Thompson für „Mad Max: Fury Road“

Tonschnitt: Mark Mangini und David White für „Mad Max: Fury Road“

Tonmischung: Chris Jenkins, Gregg Rudloff und Ben Osmo für „Mad Max: Fury Road“

Spezialeffekte: Andrew Whitehurst, Paul Norris, Mark Ardington and Sara Bennett für „Ex Machina“

Animationsfilm: „Alles steht Kopf“ (Regie: Pete Docter und Jonas Rivera)

Animations-Kurzfilm: Gabriel Osorio und Pato Escala für „Bear Story“

Dokumentarfilm:  Asif Kapadia und James Gay-Rees für „Amy“

Dokumentar-Kurzfilm:  Sharmeen Obaid-Chinoy für „A Girl In The River: The Price Of Forgiveness“

Make-up/Frisur:  Lesley Vanderwalt, Elka Wardega und Damian Martin für „Mad Max: Fury Road“

Kostümdesign: Jenny Beavan für „Mad Max: Fury Road“

Live-Action-Kurzfilm: Benjamin Cleary und Serena Armitage für „Stutterer“

Oscars 2016: Das passierte hinter den Kulissen

dpa

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