Ukraine-Krise überschattet 1. Halbfinale

Russland unter Buhrufen im ESC-Finale

+
Die Tolmachevy Schwestern haben Russland ins Finale gesungen und ernteten dafür Buhrufe aus dem Publikum.

Kopenhagen - Die Ukraine-Krise bleibt beim Eurovision Song Contest nicht außen vor. Russlands Einzug ins Finale der Schlagershow löst Buhrufe im Publikum aus.

Sowohl Russland als auch die Ukraine stehen im Finale des Eurovision Song Contest. Angesichts des Ukraine-Konflikts begleiteten Pfiffe und Buhrufe aus dem Publikum den Erfolg für die Kandidatinnen aus Russland im ersten Halbfinale des Wettbewerbs am Dienstagabend in Kopenhagen.

Nach der politischen Situation in ihrem Heimatland gefragt sagte die Ukrainerin Maria Yaremchuk („Tick-Tock“) nach der Show: „Alles was ich hier mache, mache ich für die Menschen in der Ukraine. Ich stehe nicht allein auf der Bühne. Hinter mir auf der Bühne stehen 46 Millionen Ukrainer.“ Ihre Hauptbotschaft sei aber: „Es gibt so viele Dinge, die wichtiger sind als Politik.“ Eurovision sei der beste Weg, Menschen zu vereinen - „durch die Musik“.

Ralph Siegel bringt San Marino ins Finale

Die Überraschung des ersten Halbfinal-Abends glückte San Marino: Ralph Siegel und Sängerin Valentina Monetta schafften es mit einem zaghaften „Maybe“ im dritten gemeinsamen Anlauf in die Endrunde der Schlagershow. Damit hat sich der Kleinstaat zum ersten Mal in seiner Geschichte für das ESC-Finale qualifiziert. „Dankeeeeeee!“ rief Monetta nach ihrem Erfolg. „Das ist sehr wichtig für mich.“

ESC: Diese Länder sangen sich ins Finale

Beim ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest am Dienstagabend sind 16 Länder angetreten. Davon schafften zehn den Sprung ins Finale. © dpa
Valentina Monetta sang sich für San Marino mit "Maby" ins Finale. © dpa
Für Montenegro landete Sergej Seckovic mit "Moj svijet" im Finale. © dpa
Ins Finale schaffte es für die Ukraine auch Marija Jaremtjuk mit "Tick-Tock". © dpa
Kallay Saunders aus Ungarn konnte mit "Running" überzeugen. © dpa
Herciana Matmuja schaffte es für Albanien nicht ins Finale. © dpa
Mit großen Gesten und ihrem Song "Start A Fire" schaffte es Dilara Kazimova ins Finale © dpa
Ausladende Handbewegungen halfen auch der Schwedin Sanna Nielsen, mit "Undo" ins Finale zu kommen. © dpa
Mit einer kunstvollen Frisur und unter Buh-Rufen konnten sich auch die Russinnen "The Tolmachevy Sisters" ins Finale singen. © dpa
Die beiden Sänger von "The Common Linnets" sangen sich mit "Calm After The Storm" ins Finale. © dpa
Estlands Sängerin Tanja ist im ersten Halbfinale ausgeschieden. © dpa
Der bunte Auftritt der isländischen Band "Pollapoenk" sicherte ihnen den Einzug ins Finale. © dpa
Aram Mp3 sang für Armenien "Not Alone" und landete im Finale. © dpa
Für Cristina Scarlat aus Moldau war nach dem ersten Halbfinale Schluss. © dpa
Auch Lettlands Band Aarzemnieki schaffte es nicht ins ESC-Finale. © dpa
Sängerin Suzy ging für Portugal an den Start - flog aber beim ersten Halbfinale raus. © dpa
Für Belgien war Sänger Axel Hirsoux dabei - schied aber ebenfalls im ersten Halbfinale aus. © dpa

Weniger überraschend konnten Aram MP3 aus Armenien („Not Alone“) und die Schwedin Sanna Nielsen („Undo“), die als Favoriten gehandelt werden, genug Stimmen von Zuschauern und Jurys auf sich vereinen.

Außerdem gelang den Kandidaten aus Montenegro, Aserbaidschan, Ungarn, Island und den Niederlanden der Sprung ins Finale. Zehn weitere stehen nach dem zweiten Halbfinale am Donnerstag fest. Hinzu kommen bei der Show am Samstag die Künstler aus den „Big Five“ Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien sowie Sänger Basim („Cliche Love Song“) aus dem Gastgeberland Dänemark.

Schon zu Ende ist der ESC-Ausflug für einen Deutschen im Wettbewerb. Der für Lettland angetretene Bochumer Jöran Steinhauer verpasste mit seiner Band Aarzemnieki den Einzug ins Showfinale - genau wie die Kandidaten aus Portugal, Belgien, Moldawien, Estland und Albanien. 

Die Eurovision-Song-Contest-Gewinner seit 2002

Eurovision Song Contest
2002: Marija Naumova aus Lettland mit dem Song "I wanna" © picture-alliance / dpa/dpaweb
Eurovision Song Contest
2003: Sertab Erener aus der Türkei mit "Everyway that I can" © picture-alliance / dpa/dpaweb
Eurovision Song Contest
2004: Ruslana aus der Ukraine mit dem Song "Wild dances" © picture-alliance/ dpa/dpaweb
Eurovision Song Contest
2005: Helena Paparizou aus Griechenland mit dem Song "My number one" © picture-alliance/ dpa/dpaweb
Eurovision Song Contest
2006: Lordi aus Finnland mit dem Song "Hard Rock Hallelujah" © picture-alliance/ dpa
Eurovision Song Contest
2007: Marija Serifovic aus Serbien mit dem Song "Molitva" © picture-alliance/ dpa
Eurovision Song Contest
2008: Dima Bilan aus Russland mit dem Song "Believe" © picture-alliance/ dpa
Eurovision Song Contest
2009: Alexander Rybak aus Norwegen mit dem Song "Fairytale" © picture-alliance/ dpa
Eurovision Song Contest
2010: Lena Meyer-Landrut aus Deutschland mit dem Song "Satellite" © picture alliance / dpa
Eurovision Song Contest
2011: Ell & Nikki aus Aserbaidschan mit dem Song "Running Scared" © picture alliance / dpa
Eurovision Song Contest
2012: Loreen aus Schweden mit dem Song "Euphoria" © picture alliance / dpa
Eurovision Song Contest
2013: Emmelie de Forest aus Dänemark mit dem Song "Only Teardrops" © picture alliance / dpa
Eurovision Song Contest
2014: Conchita Wurst aus Österreich mit dem Song "Rise Like a Phoenix" © dpa

Den kostenlosen Live-Stream zum ESC-Finale gibt's auf eurovision.de.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.