Die Fassade bröckelt

Die Vorschau zum Kölner "Tatort": Nichts ist, wie es scheint

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Ermitteln in einer Einfamilienhaus-Siedlung: Bei den Nachbarn des Toten versuchen die Kommissare Freddy Schenk (Dietmar Bär, links) und Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) hinter die Fassaden zu blicken.

Drei Gründe, warum es sich lohnt, den „Tatort: Nachbarn“, den das Erste am Sonntag, 20.15 Uhr, zeigt, einzuschalten – und dranzubleiben.

Mitten in der Nacht wird Werner Holtkamp von einer Brücke geworfen und von einem Lastwagen erfasst.  Doch zu diesem Zeitpunkt war der geschiedene Mittvierziger bereits tot. Die Ermittlungen führen die Kölner Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) in eine Einfamilienhaus-Siedlung.

Die Handlung

Der Titel ist Programm: Es geht im neuen Kölner „Tatort“ um die „Nachbarn“, um deren Geheimnisse, um die kleinen und großen Dramen, die sich in den Häusern, Gärten und über die Zäune hinweg immer wieder abspielen. Einer von ihnen ist nun tot. Die Ermittler sind sich sicher: Der Täter muss unter den Nachbarn zu finden sein.

Zunächst sieht alles nach einem simplen Nachbarschaftsstreit um eine Grundstücksgrenze aus. Doch fördern die Ermittler schon bald immer neue Geheimnisse beim Blick hinter die Haustüren zutage. Für Ballauf und Schenk ist es ein „Tatort“ der kurzen Wege, denn die Tatverdächtigen wohnen dicht nebeneinander.

Die Nachbarn

Willkommen sind die Kommissare selten. Doch diese Nachbarschaft lässt sie sehr stark spüren, dass sie Störenfriede sind. Die Türen öffnen sich nur zögerlich, die Rollos werden geschlossen, wenn sie kommen. Was wirklich ist, das bleibt unter der Oberfläche, solange es geht. Doch die heile Welt ist nur Fassade – und die bröckelt schon bald.

Die Spannung

Nach einigen experimentierfreudigen Folgen in den vergangenen Wochen (etwa mit Laienschauspielern), liegt nun der Fokus wieder ganz auf der Krimihandlung. Das Beste daran: Es kann mitgerätselt werden, denn es bleibt bei diesem solide gemachten Film bis zum Schluss spannend.

Das ist wohl auch Torsten C. Fischer zu verdanken, der Regie führte und als einer der besten Krimi-Regisseure des Landes gilt. Unter anderem inszenierte er den hochgelobten „Tatort: Fall Reinhardt“. „Nachbarn“ ist bereits seine siebte Zusammenarbeit mit den Kölner Kommissaren.

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