Fest für „Tatort“-Fans: Samstag ermitteln Kölner, Sonntag spielt Ulrich Tukur

Müssen kombinieren: Die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, links) und Freddy Schenk (Dietmar Bär). Foto: wdr

Am Weihnachtswochenende gibt es eine Extra-Bescherung für Krimi-Fans. Das Erste zeigt am Samstag und am Sonntag (jeweils 20.15 Uhr) neue „Tatort“-Folgen. Es ermitteln Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) in Köln sowie Felix Murot (Ulrich Tukur) von Wiesbaden aus.

Worum geht es in der Kölner Folge „Benutzt“? 

Es wird eine Leiche im Rhein gefunden. Und für die Ermittler verdichten sich immer mehr die Hinweise, dass der Täter ein Mann gewesen sein muss, der als bester Freund und Geschäftspartner mit dem Toten verbunden war – der aber seit Jahren als tot gilt. Ein Toter mordet? Ballauf und Schenk müssen in der Folge von Jens Maria Merz (Buch) und Dagmar Seume (Regie) ein komplexes Rätsel lösen.

Was ist das Besondere an dem neuen Kölner Fall?

Die Ermittler arbeiten zusammen mit den Kollegen vom Zollkriminalamt – eine Mitarbeiterin wird sogar für Recherchearbeiten zu Ballauf und Schenk ins Büro abgeordnet. Das Thema Zollkriminalität ist recht interessant eingebunden. Außerdem haben wir es mit einem spannenden Wettlauf zu tun – der geheimnisvolle Täter ist oft nur einen knappen Schritt weiter als die Polizisten. Und dann wird wieder eine Leiche gesehen.

Gibt es endlich mal einen normalen HR-„Tatort“ mit Ulrich Tukur? 

Blöde Frage. Mit Ulrich Tukur kann man keinen normalen „Tatort“ drehen. Erst sprach er am Edersee als Wiesbadener LKA-Ermittler Felix Murot mit seinem Tumor, zuletzt vermischte die preisgekrönte Folge „Im Schmerz geboren“ Shakespeare-Zitate mit tarantinohafter Gewalt, die zu mehr als 50 Toten führte.

Das kann man eigentlich nicht mehr steigern. Und dennoch hat Autor und Regisseur Bastian Günther (41) in seinem ersten „Tatort“ ein ungewöhnliches Stück abgeliefert. In dem Film-im-Film-Krimi spielt sich Tukur selbst.

Worum geht es in „Wer bin ich“? 

Kommt sich vor wie im falschen Film: Im HR-„Tatort“ spielt sich Ulrich Tukur (rechts) selbst, trifft auf seinen Schauspielerkollegen Wolfram Koch und fragt sich: „Wer bin ich?“ Foto: hr

Murot und seine Kollegin Magda Wächter (Barbara Philipp) finden zwei Leichen im Parkhaus. Das ist jedoch nur die vier Minuten lange erste Szene und nicht der Krimi. Die Zuschauer sehen dabei zu, wie der HR einen Murot-„Tatort“ filmt. Der Dreh wird abgebrochen, als der Aufnahmeleiter nach einer Feier stirbt. Plötzlich ist Hauptdarsteller Tukur tatverdächtig. Er vertreibt sich seine Zeit am Dreh mit den Frankfurter „Tatort“-Kommissaren Wolfram Koch und Margarita Broich sowie deren Lebensgefährte Martin Wuttke, der gerade als Leipziger Kommissar Andreas Keppler aufgehört hat. Die Stars machen sich auf großartige Weise selbst zum Affen. Und die Schlinge um Tukur zieht sich immer enger zu.

Lohnt sich das Einschalten auch diesmal? 

Auf jeden Fall. „Wer bin ich?“ ist ein Meta-Krimi, wie HR-Redakteur Jörg Himstedt sagt, der als Jens Hochstätt (Michael Rotschopf) im Film selbst nicht so gut wegkommt. Zugleich ist der Film ein Stück über die Einsamkeit in der TV-Branche. Wer aber lieber Fragen hört wie „Wo waren Sie gestern um halb neun?“, der muss auf den nächsten Fall aus Ludwigshafen warten.

Kritiken lesen Sie am Samstagabend und Sonntagabend jeweils nach der Ausstrahlung auf www.hna.de/kultur

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