46 Mal im Fernsehen

Dieser Film wird am häufigsten im TV gezeigt

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Die Fernsehzeitschrift "TV Spielfilm" hat ermittelt, welche Filme am häufigsten im deutschen Free-TV gezeigt wurden.

Hamburg - Welche Filme wurden in den letzten 15 Jahren am häufigsten im deutschen Free-TV gezeigt? Die Auswertung der Zeitschrift "TV Spielfilm" kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Die Komödie „Ein Fisch namens Wanda“ war in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten der am häufigsten gezeigte Film im deutschen Free-TV. Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Auswertung der Zeitschrift „TV Spielfim“. Demnach nahmen die Sender den 1988 erschienenen Film mit John Cleese und Jamie Lee Curtis in der Zeit zwischen 1997 und September 2013 insgesamt 46 Mal ins Programm. Auf Platz zwei folgt das Melodram „Sissi - Schicksalsjahre einer Kaiserin“ von 1957 mit 39 Ausstrahlungen. Den dritten Rang teilen sich der Agentenfilm „James Bond: Feuerball“ von 1965 und der Actionkrimi „Beverly Hills Cop“ von 1984. Sie wurden bislang jeweils 35 Mal gezeigt.

Für die Top 30 der meistgezeigten Filme im Free-TV wertete „TV Spielfilm“ sämtliche Ausstrahlungen aller frei empfangbaren Sender Deutschlands aus. Man habe sich aus technischen Gründen auf den Zeitraum seit 1997 beschränkt, ergänzte eine Sprecherin auf Anfrage. „Seit diesem Jahr arbeitet die "TV-Spielfilm"-Datenbank zuverlässig.“

Jüngster Film unter den 30 meistgezeigten Filmen im deutschen Free-TV ist die Horrorkomödie „Scary Movie“. Der Streifen lief erst im Oktober 2000 in den deutschen Kinos und war bereits 21 Mal zu sehen. Auf der Rangliste der meistgezeigten Filme teilt sich „Scary Movie“ damit mit mehreren anderen Filmen den 26. Platz.

Fernsehen bleibt liebste Freizeitbeschäftigung der Deutschen

Auch in Zeiten des Internets ist die Beliebtheit des Fernsehens ungebrochen: Wie aus dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Freizeit-Monitor der Stiftung für Zukunftsfragen hervorgeht, bleibt das Fernsehen weiterhin die liebste Freizeitbeschäftigung der Deutschen - und zwar in allen Altersgruppen. 96 Prozent aller Bundesbürger schauen mindestens einmal pro Woche fern und 71 Prozent schalten sogar täglich ein.

Auf den weiteren Plätzen folgen Telefonieren von zuhause, Radio hören (beides 88 Prozent) sowie Zeitungen und Zeitschriften lesen(75 Prozent). Fast zwei Drittel lieben es zudem auszuschlafen, und jeder Zweite faulenzt gern. Das Nichtstun ist damit ebenso beliebt wie die Nutzung von Computer und Internet.

Im Schnitt haben die Bundesbürger laut Studie an Werktagen heute drei Stunden und 49 Minuten Freizeit. Das ist fast eine Viertelstunde weniger als 2010. Geschrumpft sei vor allem die Freizeit der Jugendlichen - im Schnitt um 49 Minuten. Ulrich Reinhard, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung, begründete dies mit der Einführung des Abiturs nach zwölf Jahren, der Zunahme von Ganztagsschulen, aber auch mit der steigenden Zahl von Terminen und dem Druck, online aktiv zu sein.

Das Freizeitverhalten unterscheidet sich von Generation zu Generation

Unterschiedliche Freizeitinteressen zeigen sich zwischen Ost und West. So treiben Westdeutsche laut Studie deutlich mehr Sport, nutzen häufiger Social-Media-Angebote, treffen sich öfter mit Freunden und gehen rund doppelt so oft in die Kirche oder zum Stammtisch. Ostdeutsche hingegen beschäftigen sich häufiger im Garten und heimwerken mehr. Auch halten sie öfter einen Mittagsschlaf und nehmen sich mehr Zeit für Kaffee und Kuchen am Nachmittag.

Die Top 10 des deutschen Fernsehens

Die Top 10 des deutschen Fernsehens

Die größten Abweichungen beim Freizeitverhalten zeigen sich zwischen den Generationen. So geben unter 29-Jährige an, dreimal öfter mit dem Handy zu telefonieren oder Sport zu treiben als Ruheständler über 65 Jahre. Zudem nutzt die junge Generation den PC viermal, das Internet sogar fünfmal häufiger als die ältere Generation. Rentner gehen dafür öfter spazieren und plaudern mehr mit den Nachbarn. Selbst die scheinbare Jugenddomäne "Faulenzen und Nichtstun" wird mittlerweile häufiger von den über 65-Jährigen genutzt als von den Jüngeren.

(dpa/AFP)

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