Flauschige Vierbeiner als Lückenfüller: HR produziert Katzen-Video neu

Sie gehörten zu den 70er-Jahren wie Schlaghosen und Lavalampen: die Pausenkatzen des Hessischen Rundfunks (HR). Jetzt geht eine Neuauflage der flauschigen Kätzchen an den Start.

Die kultigen Katzenwelpen, die durch weiße Kästchen krabbelten, haben den Zuschauern jahrzehntelang so manche Bildstörung versüßt. Insgesamt 4900 Mal wurde der Film ausgestrahlt, der im Jahr 1970 das erste Mal gezeigt wurde. Jetzt kommen die Maskottchen als Neuauflage zurück.

Es habe immer wieder Anfragen begeisterter Fernsehzuschauer gegeben, wo die Katzen geblieben seien, heißt es vom HR auf Nachfrage unserer Zeitung. Mit der Neuproduktion wolle man auf diesen Wunsch eingehen. Die neuen Pausenkatzen wurden in hochauflösender Ultra-HD-Qualität produziert. „Ultrascharfe Barthaarspitzen“ seien das Ergebnis.

Die Umsetzung orientiert sich an dem Kultvideo von vor 45 Jahren, in dem ein Wurf flauschiger Jungkatzen durch eine Würfelpyramide klettert, es sich darin gemütlich macht, spielt und Katzenaufläufe bewältigt werden müssen. Im Vergleich wirken die neuen Britisch-Kurzhaar-Katzen um einiges ruhiger und vorsichtiger, dazu spielt peppige Instrumentalmusik, die auf rhythmische Elemente setzt - passend zur Tapsigkeit der jungen, teils ungeschickten Tiere. Zusätzliche Akzente setzt das eine oder andere Miau. Komponiert und eingespielt wurde die Musik von der HR-Bigband.

Etwaigen erzürnten Tierschützern kommt der HR zuvor: „Die Kletterwürfel wurden für die Katzenkinder maßgeschneidert, vor und nach den Dreharbeiten hatten die niedlichen Tiere einen eigenen Pausenraum, in dem sie schlafen durften, wenn sie von den Klettereien müde geworden waren.“ Die Premiere des Videos soll heute Abend gegen 19.59 Uhr laufen - zwischen „hessenschau“ und „Tagesschau“. Weitere Auftritte folgen laut HR dann immer mal wieder im Nachtprogramm. Wer darauf nicht warten will, der kann sich die Kätzchen vorab auf der Internetseite des HR ansehen.

Idee hatte Frankfurter Autorin 

Die Idee zu den Pausenkatzen hatte in den 70er-Jahren die Frankfurter Schriftstellerin Eva Demski (71). Sie war zu dieser Zeit HR-Kulturredakteurin. Die Katzen stammten aus einem Frankfurter Tierheim und sollten eingeschläfert werden. Ihr Vater, Bühnenbildner beim HR, baute die Würfel und die Katzenkinder wurden zu den Stars einer mehrfach ausgezeichneten Low-Budget-Produktion. Das Video wurde unterlegt mit dem „Wild Cat Blues“ des US-Musikers Fats Waller in einer Version von Henry Arland. Die Katzen fanden letztlich Besitzer und es entstand die Sendung „Herrchen gesucht“, in der Tiere vermittelt wurden.

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