„Tatort: Auf der Wacht“ bleibt bis zum Schluss spannend – ARD, Sonntag, 20.15 Uhr

Fragen und Antworten zum Kölner Tatort: Wenn die Angst regiert

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Dieter Gottschalk (Sylvester Groth, links) will für Ordnung sorgen, sagt er den Kommissaren Freddy Schenk (Dietmar Bär) und Max Ballauf (Klaus J. Behrendt).

Eine Bürgerwehr will in Köln mit nächtlichen Patrouillen für Ruhe und Ordnung sorgen – das Gegenteil tritt ein. Was Sie am Sonntag beim Kölner Tatort erwartet:

Die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) sind im neuen „Tatort: Wacht am Rhein“ besonders gefordert und bekommen bei der Lösung des Falls Unterstützung von ihrem Kollegen Tobias Reisser (Patrick Abozen).

Was für ein Verbrechen müssen die Kommissare aufklären?  

Im Kölner „Veedel“ liegen die Nerven blank: Auch der Ladenbesitzer Adil Faras und die junge Mutter Nina Schmitz finden, man muss etwas tun. Sie haben sich der selbst ernannten Bürgerwehr „Wacht am Rhein“ angeschlossen. Während ihres Kontrollgangs wird eine Zoohandlung überfallen und der Sohn des Inhabers erschossen. Dringend tatverdächtig: der gebürtige Nordafrikaner Khalid Hamidi.

Klingt nach einer eher konventionellen Fallkonstruktion. Gibt es Überraschungen? 

Allerdings. In der aufgeheizten Stimmung geht beinahe unter, dass ein Student vermisst gemeldet wird: Baz Barek war in der Mordnacht auf dem Heimweg. Auch auf ihn könnte die Täterbeschreibung passen. Der Fall ist alles andere als konventionell und eine knifflige Aufgabe für die Ermittler Ballauf und Schenk.

Gibt es einen aktuellen Bezug für den Fall „Wacht am Rhein“?

Es geht auch um die Folgen der Silvesternacht 2015/16, um ein Klima der Angst und der Vorurteile. Dieter Gottschalk (Sylvester Groth) gründete die Bürgerwehr nach dem 31. Dezember 2015, um für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen.

Gibt es etwas, was es so noch nie in einem „Tatort“ zu sehen gab?

Ja. Und das dürfte nicht nur alle Jazzfans freuen: Nach über 40 Jahren und mehr als 1000 Folgen hat der Komponist der „Tatort“-Titelmelodie erstmals einen Auftritt in der Krimireihe: In einer Szene von „Wacht am Rhein“ ist Klaus Doldinger als Straßenmusiker zu sehen - und zu hören.

Wer den Jazzmusiker gerne mal etwas länger erleben möchte, sollte sich den 16. März vormerken, dann kommt er mit Doldinger’s Passport in das Theaterstübchen nach Kassel.

Wer hat den neuen Fall zu verantworten?

Regie führte Sebastian Ko. Das Buch stammt von dem erfahrenen „Tatort“-Autor Jürgen Werner, der spürbar und gekonnt um Neutralität bemüht ist. Aber: Ganz ohne Klischees kommt „Wacht am Rhein“ dennoch nicht aus.

Lohnt sich denn das Einschalten? 

Auf jeden Fall. Es ist bis zum Schluss ein ernster Krimi und eine spannende Tragödie, bei der fast kein Charakter so ist, wie er auf den ersten Blick zu sein scheint.

Eine Kritik lesen Sie am Sonntagabend hier auf hna.de.

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