ARD, Sonntag, 20.15 Uhr

Fragen und Antworten zum Saar-"Tatort": Wie man den Nachwuchs prägt

+
Konzentrierte Recherche: Devid Striesow als Kriminalhauptkommissar Jens Stellbrink.

Devid Striesow ermittelt im „Tatort: Söhne und Väter“ aus Saarbrücken. Die Folge kreist um einen makaberen Jungsstreich, der tödliche Folgen hat, und in dessen Umfeld noch ein weiteres Verbrechen entdeckt wird.

Um den Sendeplatz gab es ein Hin und Her. Warum? 

Am Neujahrstag sollte ursprünglich der Dortmunder „Tatort: Sturm“ ausgestrahlt werden, der sich mit islamistischem Terror beschäftigt. Wegen der Nähe zum Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wurde die Folge verschoben. Erst auf den 29. Januar. Dann doch nicht, am Sonntag läuft nun der geplante Saar-Fall. Die Redaktionen, die ehrenwerterweise brandaktuelle Themen in der Krimireihe bearbeiten, wurden von der Realität eingeholt. Neuer Sendeplatz? Ungewiss.

Worum geht es im neuen Fall von Hauptkommissar Jens Stellbrink? 

Berufsschulfreunde steigen in ein Bestattungsinstitut ein, versehen die Leiche eines beliebten Lehrers und Ex-Profiradsportlers mit einem Schweine-Ringelschwänzchen und stellen das Video davon ins Netz. Weil der eine volltrunken ist und auf einer Liege einschläft, erfriert er über Nacht im Kühlraum. Bei den Ermittlungen kommen Stellbrink und seine Kolleginnen Lisa Marx (Elisabeth Brück) und Mia Emmrich (Sandra M. Schneider) einem weiteren Verbrechen auf die Spur.

Was ist das Besondere an der Folge? 

Regisseur Zoltan Spirandelli, der mit Michael Vershinin auch das Buch geschrieben hat, zeichnet in den 90 Minuten ganz verschiedene Porträts von Vater-Sohn-Beziehungen, die zum Teil von dem Prinzip Fördern und Fordern und zum Teil von Ablehnung/ Abwertung oder gar von Misshandlung geprägt sind. Was macht das mit den Heranwachsenden, wie ihre Väter sie sehen? Wie beeinflusst deren Zuspruch oder Ignoranz den eigenen Lebensweg?

Nicht zufällig hat Kommissar Stellbrink in der Folge gerade Besuch von seinem Sohn Moritz (Ludwig Simon). Und das Desinteresse des jungen Mannes mit der Mir-doch-egal-Haltung an seinem bemühten Vater und dessen Fleischwurst-Pfanne schmerzt.

Unsere Kritik finden Sie am Sonntagabend auf hna.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.