1. Startseite
  2. Kultur
  3. Film, TV & Serien

„Die Höhle der Löwen“: Nächster Deal geplatzt - Georg Kofler steigt bei „deep.one“ aus

Erstellt:

Von: Franziska Vystrcil

Kommentare

In der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ wollen Start-ups den großen Deal an Land ziehen. Oftmals platzen die Geschäfte jedoch im Nachgang. So auch für „deep.one“.

Köln - Wer bei „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) einen Deal mit den Investoren holt, bekommt nicht nur Kapital, sondern auch ein Netzwerk sowie fähige Geschäftspartner an die Seite gestellt. Nicht selten verhilft die VOX-Sendung den Gründern zum großen Sprung nach oben. So wurde etwa das DHDL-Start-up „Presize“ vom Facebook-Konzern Meta aufgekauft.

Doch ein Deal mit den Löwen ist nicht sofort eine Garantie dafür, dass ein Unternehmen erfolgreich sein wird. Eine ganze Reihe an Produkten von „Die Höhle der Löwen“ hat sich später als Flop herausgestellt.

In einigen Fällen liegt es aber auch an den Nachverhandlungen, an denen die Deals scheitern. Die Gründer von „deep.one“ aus Folge sechs der elften Staffel hatten sich viel von einer Zusammenarbeit mit dem Unternehmer Georg Kofler erhofft. Doch wie nun bekannt wurde, zog sich der CEO wieder aus dem Geschäft zurück. Doch nicht etwa, weil sich Gründer und Löwe uneinig waren. Der Deal scheiterte am aktuell herrschenden Chip-Mangel.

„Die Höhle der Löwen“: Audiogerät „deep.one“ begeistert die Investoren

Folge sechs der elften DHDL-Staffel hatte wieder einiges an Kuriositäten zu bieten, etwa Hundemarmelade oder ein Lauf-E-Bike. Beide Produkte waren allerdings nicht erfolgreich, die Start-ups gingen leer aus. Die Gründer von „deep.one“ hingegen begeisterten die Löwen. Stefan Mittnik, Frederik Podzuweit und Stefan Sube haben ein Audiogerät erfunden, das mithilfe von Vibration-Pads im Nacken und auf der Brust Musik für Gehörlose spürbar macht.

Doch ihre Technologie könnte auch noch in einem anderen Bereich eingesetzt werden: „Gerade für Gamer ist der deep.one ein tolles Device, denn sie können so noch tiefer in ihre Spielwelt eintauchen. Das Gleiche gilt fürs Filmschauen“, erklärt Stefan Sube den Löwen beim Pitch. Nach langem Tüfteln gründeten die drei Erfinder 2018 schließlich ihre Firma.

Georg Kofler testet in Folge sechs von „Die Höhle der Löwen“ das Audiogerät von „deep.one“
Anfangs war Georg Kofler zurückhaltend, dann wollte er doch in die Audiogeräte von „deep.one“ investieren. Nun zog er sich doch aus dem Geschäft zurück. © RTL/Bernd-Michael Maurer

Auf der Suche nach einem Investment von 200.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile kamen die Gründer in die „Höhle der Löwen“. Die Investoren waren durchweg begeistert. „Ich bin fasziniert von eurem Produkt“, sagte etwa Unternehmer Nico Rosberg. Da der Gaming-Bereich jedoch nicht in seinen Expertenbereich fiel, machte er den „deep.one“-Erfindern kein Angebot. Auch die anderen Investoren zogen sich zurück. Lediglich Georg Kofler wollte investieren, verhandelte anstatt 10 Prozent der Anteile 25 Prozent heraus.

Start-up aus „Die Höhle der Löwen“: Chip-Krise zwingt „deep.one“ in die Knie - Georg Kofler ist Deal zu risikoreich

Doch all das Verhandeln brachte am Ende nichts: Aufgrund des anhaltenden Chip-Mangels in Deutschland war dem Unternehmer das Risiko eines Investments zu groß. Er stieg aus. Nicht der erste gescheiterte Deal der elften Staffel für den Unternehmer. Gemeinsam mit Carsten Maschmeyer stieg Georg Kofler bei der Dating-App „Chaanz“ wieder aus.

Wie die Gründer vermeldeten, geschah das jedoch einvernehmlich. „Wir sahen uns mit stark gestiegenen Lieferzeiten für elektronische Bauteile konfrontiert. Unter diesen Umständen wurde der Deal einvernehmlich aufgelöst“, erklärte Stefan Stube, einer der drei Gründer des Start-ups auf Anfrage von Gründerszene. Auch Milliardär Carsten Maschmeyer und das Start-up „audory“ gingen im Guten auseinander. Der „audory“-Gründer hatte trotz des geplatzten Deals gut lachen: Er fand außerhalb der Sendung einen Investor.

Besonders in den vergangenen Monaten hatte „deep.one“ mit der Chip-Krise zu kämpfen. Anfang des Jahres sollte der Startschuss für die Produktion fallen. „Da wir keine Bauteile bekamen, mussten wir dem Projekt eine Zwangspause verordnen“, erklärt Stefan Stube weiter. Ein harter Schlag für die Gründer, denn bereits Ende 2021 mussten sie die geplante Crowdfunding-Kampagne einstellen, da nicht absehbar war, wann „deep.one“ in Produktion gehen würde. Der Start hierfür ist auch jetzt noch nicht absehbar.

Auch interessant

Kommentare