Französische Komödie

„Gemeinsam wohnt man besser“: Ein Film wie ein leichtverdauliches Pralinchen

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Die Wohngemeinschaft mit Manuela (Bérengere Krief) stellt Hubert (André Dussolier) vor Herausforderungen.

München - „Gemeinsam wohnt man besser“ verbreitet wohldosiert gute Laune.

Wer gern französische Filme sieht, dürfte sich verwundert die Augen reiben: „Frühstück bei Monsieur Henri“ (2015) mit Claude Brasseur als altem Kauz fing nahezu genauso an wie „Gemeinsam wohnt man besser“. Beide Filme bugsieren eine junge Frau in die große Wohnung eines Miesepeters. Während Brasseurs Figur daran interessiert war, dass die Mitbewohnerin die Beziehung seines Sohnes zu einer Frau entzweit, bringt Frohnatur Manuela (Bérengere Krief) auf andere Weise Schwung in die Wohnung des Witwers Hubert (André Dussolier). Dazu schlägt Regisseur François Desagnat gern deftigere Töne an, die gar nicht zum eleganten Herrn Hubert und seinem gediegenen Umfeld passen wollen.

Es ist vor allem dem grandiosen André Dussolier zu verdanken, dass dieser Film auch feinsinnige, fast zarte Momente hat. Als Manuela weitere Mitbewohner findet, die ebenfalls ihr emotionales Päckchen zu tragen haben, wird allmählich die Richtung deutlich, in die diese oberflächliche Wohlfühlkomödie steuert. Wie aus „Nur eine Stunde Ruhe“, „Monsieur Claude und seine Töchter“ oder „Ziemlich beste Freunde“ bekannt, streift auch hier die Regie gesellschaftskritische Aspekte, um sich letztlich mit unverstellt direktem Humor der heiteren Seiten des Alltags anzunehmen. Eckt nirgends an, tut keinem weh, verbreitet wohldosiert gute Laune und passt daher als leicht verdauliches Pralinchen bestens in die Weihnachtszeit.

„Gemeinsam wohnt man besser“

mit André Dussollier Regie: François Desagnat Laufzeit: 97 Minuten

Annehmbar

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „Frühstück bei Monsieur Henri“mochten.

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