Gottschalk: Erste Show war "technische Probe"

Berlin - Thomas Gottschalk hat frotzelnd auf die Kritik an den vielen Werbepausen in der ersten Ausgabe seiner neuen Vorabendshow reagiert. Doch er gelobte auch Besserung. 

“Eigentlich sind Sie heute das Premierenpublikum“, begrüßte er die Zuschauer am Dienstag zur zweiten Sendung von “Gottschalk Live“. “Gut, wir haben gestern angefangen, aber Sie wissen ja, wie das so ist bei Premieren. Es war eher eine technische Probe. Wir hatten da kleine Probleme. Der Vorhang ging dauernd im falschen Moment zu - und dann stand da Werbepause.“

Bereits im Laufe des Dienstags hatte ein ARD-Sprecher zugegeben, bei den Werbeblöcken gebe es Optimierungsbedarf. Die Reklamepausen sollten flexibler gestaltet werden. Am Montag waren sie immer wieder in ein Gespräch mit dem Schauspieler Michael “Bully“ Herbig geplatzt.

Thomas Gottschalk -Seine Karrierestationen in Bildern

Ab 1971: Freier Mitarbeiter des Jugendfunks beim Bayerischen Rundfunk ( BR), ab 1973 Sprecher der “Abendschau“-Nachrichten. © dpa
1976: Gottschalk wird beim BR Festangestellter und heiratet seine Thea. Erfolg mit witzigen Radiomoderationen bei “Pop nach acht“. © dpa
1977: Er moderiert die Sendung “Telespiele“, die zunächst in einigen Dritten Programmen und ab 1980 bundesweit bei der ARD läuft. © dpa
1982: Mit Mike Krüger ist Gottschalk im Kinofilm “Piratensender Powerplay“ zu sehen. Weitere Filmrollen folgen. © dpa
Gottschalk wechselt zum ZDF. Bis 1987 präsentiert er dort “Na sowas“, eine Mischung aus Talk- und Musikshow. © dpa
26. September 1987: Er moderiert erstmals die ZDF-Sendung “Wetten, dass..?“ als Nachfolger von Frank Elstner. © dpa
1990: Gottschalk arbeitet auch für RTL. Von 1992 bis 1995 moderiert er eine Late-Night-Show. 1992/1993 pausiert er bei “Wetten, dass..?“ © dpa
1995 bis 1997: “Gottschalks Hausparty“ bei Sat.1. © dpa
1999: Mit seinem Bruder Christoph gründet er die Vermarktungsfirma dolce media GmbH in München © dpa
2004: “ Thomas Gottschalk. Die Biografie“ von Gert Heidenreich erscheint © dpa
September 2009: Mit Michelle Hunziker hat Gottschalk erstmals eine Co-Moderatorin bei “Wetten, dass..?“. © dpa
4. Dezember 2010: Der Kandidat Samuel Koch verunglückt bei einer Wette schwer und bleibt gelähmt. © dpa
12. Februar 2011: Gottschalk kündigt seinen Rücktritt nach Ablauf der Staffel im Sommer an. © dpa
30. April 2011: Gottschalk moderiert seine letzte reguläre “Wetten, dass..?“-Sendung. © dpa
18. Juni 2011: Gottschalk moderiert die Sommer-Ausgabe von “Wetten, dass..?“ auf Mallorca. © dpa
15. Juli 2011: Die ARD teilt mit, dass Gottschalk ab Januar 2012 viermal die Woche (Montag bis Donnerstag) vor der “Tagesschau“ eine tagesaktuelle halbstündige Live-Show mit Gesprächsgästen moderiert. Später wird bekannt: Die Show heißt “Gottschalk live“ und startet am 23. Januar. © dpa
8. Oktober, 5. November und 3. Dezember 2011: Die Termine der letzten drei “Wetten, dass..?“-Ausgaben mit Gottschalk - es soll sich um “Shows mit Erinnerungscharakter“ handeln. © dpa

Gottschalk gelobte Besserung in der Sendung vom Dienstag: “Sie kennen ja die ARD: Problem erkannt, Problem gelöst!“, sagte der langjährige ZDF-Moderator (“Wetten, dass..?“) und witzelte: “Heute alles schon ganz anders. Sie werden sich die Werbung noch wünschen!“ Am Montagabend hatten 4,34 Millionen Menschen die neue Show mit Gottschalk vor der 20-Uhr-“Tagesschau“ eingeschaltet.

In seiner zweiten Show begrüßte Gottschalk den Schauspieler Armin Rohde sowie den am Dienstag frisch für einen Oscar nominierten Regisseur Wim Wenders (“Pina“) und Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer.

Armin Rohde machte sich lustig über die Werbefrage und sagte gleich nach dem Handschlag “Wir unterbrechen für eine Werbepause.“

Mit Beckenbauer trank Gottschalk ein Glas Wein und plauderte über den Standort seiner Show. “Ich wollte ja - im Vertrauen - die Show eigentlich aus München machen. Also meine erste Idee war: München. Und da haben dir mir gesagt: Da kannste Beckenbauer haben, Roberto Blanco und dann wird's schon eng. Berlin ist die Stadt, wo man sein muss.“ Beckenbauer entgegnete: “Hier ist der Bär los.“ Doch er hätte München “natürlich auch eine gute Wahl“ gefunden, zumal er es dann von seinem Wohnsitz in Salzburg nicht so weit gehabt hätte, betonte Beckenbauer.

dpa

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