ZDF, Sonntag, 20.15 Uhr

Interview zu „Ein Sommer auf Sizilien“: Das Team ist gut gelaunt

Auf der Suche: Reinhold Kerner (Sky du Mont) möchte den besten Wein von Sizilien finden. Sandra (Henriette Richter-Röhl) ist stolz, dass sie dabei helfen kann. Foto: zdf

Rotwein ist ihre Leidenschaft. In der Romanze „Ein Sommer auf Sizilien“ (2016) von Michael Keusch reist die Weinexpertin Sandra (Henriette Richter-Röhl) nach Italien, um ihrem Auftraggeber Reinhold Kerner (Sky du Mont) den besten Rotwein zu suchen – und findet einen Mann.

Im Interview erklärt Henriette Richter-Röhl, was Sandra ausmacht.

Frau Richter-Röhl, Sie stellen eine Önologin dar, die den besten Rotwein Siziliens sucht. Welchen Rotwein empfehlen Sie für den Film? 

Henriette Richter-Röhl: Ich empfehle einen Nero d’Avola. Das ist Siziliens berühmtester Wein. Im Film behaupte ich zwar, dass es nicht der beste Wein sei, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich bisher keinen besseren Wein getrunken. Ich kenne mich nicht gut aus, aber bei den Dreharbeiten konnte ich lernen.

Und wie haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet? 

Richter-Röhl: Es geht um das Innenleben einer Frau. Darauf musste ich mich nicht vorbereiten. Auf den Beruf der Önologin habe ich mich vorbereitet, indem ich etwas darüber gelesen habe und an einer Weinprobe teilnahm. Dann war mir klar, wie ich die Rolle darstelle. Mit dem Regisseur haben wir beschlossen, dass wir vieles, was eine Weinexpertin ausmacht, wie das Weingurgeln, weglassen. Das würde Zuschauer langweilen.

Was ist Sandra für eine Frau?

Richter-Röhl: Sandra weiß, was sie will. Sie ist nicht mehr auf der Suche, weil sie im Leben viel erlebt hat, beruflich und privat. Sie lässt sich weder von Sizilianern noch von der Natur beeindrucken. Da braucht es noch etwas mehr.

Trotzdem verliebt sich Sandra in einen Mann. Was löst das in ihr aus?

Richter-Röhl: Es verändert sie grundlegend und sie hinterfragt sich nach langer Zeit. Man kann das nur schwer erklären, wenn man sich verliebt. Sie verliebt sich in einen besonderen Mann, der wenig redet. Das ist vielleicht das Außergewöhnliche daran.

Der Film spielt im Süden. Wo machen Sie gern Urlaub? 

Richter-Röhl: Ich mache am liebsten in der Uckermark Urlaub, weil es in der Gegend weniger touristisch ist. Das mag ich besonders gern. Wir haben dort ein altes Haus gekauft, das wir restaurieren. Nach dem Dreh war ich noch einmal in Sizilien, denn von dem Land hatte ich nicht viel gesehen.

Ist es einfacher, in einer fremden Gegend zu drehen? 

Richter-Röhl: Das macht es leichter, weil die Vorfreude größer ist. Es ist anders als zu Hause und einfacher, sich in eine neue Situation hineinzudenken. Das Team ist gut gelaunt. Dreharbeiten dauern etwa vier Wochen. Dieses Mal etwas mehr, weil wir mit dem Wetter Pech hatten.

Henriette Richter-Röhl (34), geboren in Ostberlin. Sie stammt aus einer Schauspielfamilie. Ihre Eltern Siegrid und Otto sind ebenfalls Schauspieler. Ab 1997 hatte sie erste Auftritte. Sie erhielt Gesangsunterricht. Richter-Röhl heiratete 2005 Walter Unterweger (bekannt aus „Big Brother“, RTL II), mit dem sie eine Tochter hat. Die Vegetarierin kocht gern. Ihre Hobbys sind joggen und ihr Haus restaurieren.

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